Mittwoch, 28. September 2022

Deutsche Glücksspiel-Branche garantiert Finanzierung der Angebote zur Spielsucht-Prävention

Support, zwei Personen im Comic-Stil, Karten Die Glücksspiel-Branche stellt die Finanzierung der BZgA-Hotline sicher. (Bild: pixabay.com, casinoonline.de)

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und Vertreter der Glücksspiel-Branche haben sich am Donnerstag zu einer virtuellen Konferenz getroffen. Kernthemen seien Maßnahmen zur Prävention von Spielsucht in Deutschland und deren Finanzierung gewesen, teilte die GGL gestern in einer Presseerklärung mit.

Beteiligt an dem Treffen seien der Deutsche Lottoverband e.V. (DLV), der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB), der Bundesverband Privater Spielbanken in Deutschland e.V. (BupriS), der Deutsche Spielbankenverband e.V. (DSbV), die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW), der Deutsche Sportwettenverband e.V. (DSWV) sowie der Deutsche Online Casinoverband e.V. (DOCV) gewesen.

Spielerschutz ist das zentrale Anliegen der GGL

Die Schaffung eines sicheren Umfelds beim Glücksspiel und die Beschränkung sozialer und finanzieller Risiken seien im Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) verankert.

Es gehöre zu den zentralen Aufgaben der Glücksspielbehörde, die Durchsetzung von Spielerschutzmaßnahmen zur Prävention von pathologischem Glücksspiel zu gewährleisten. Die Arbeit der GGL werde am 1. Januar 2023 offiziell beginnen.

Die kostenlose Glücksspielsucht-Hotline der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sei deutschlandweit ein wichtiges Angebot zur Suchtprävention. Nun gelte es, die Finanzierung der Hotline dauerhaft sicherzustellen.

Da der Glücksspielmarkt in Deutschland wachse, sei die Telefonberatung zur Glücksspielsucht für Betroffene ein wichtiges Angebot, erklärte GGL-Vorstand Benjamin Schwanke.

Die BZgA stellt eine kostenlose Hotline bereit, bei der sowohl Betroffene als auch deren Angehörige und Interessierte sich über Glücksspielsucht informieren können. Personen, die durch die Folgen pathologischen Glücksspiels in eine schwierige Lebenssituation geraten sind, können sich bei der BZgA beraten lassen.

Glücksspiel-Branche sichert Unterstützung zu

Wie Schwanke den Vertretern der Branche mitteilte, müsse die Finanzierung der Beratungs-Hotline ab 2023 gesichert werden. Alle anwesenden Verbände hätten ihre Unterstützung zugesichert, heißt es in der Pressemitteilung. Bisher habe der DLTB und die DAW die BZgA-Glücksspiel-Hotline finanziert.

GGL-Vorstand Ronald Benter erklärte:

Wir verstehen uns als Koordinierungsstelle und als ausgleichende Interessenwahrnehmung für Spieler, Präventionsverbände und Glücksspielanbieter. Wir freuen uns daher, dass es uns gelungen ist, die BZgA und wesentliche Verbände an einen Tisch zu bringen, um die Weiterfinanzierung der Telefonberatung sicherzustellen […].

In Kooperation mit den Verbänden solle zudem eruiert werden, welche weiteren Aufgaben zur Suchtprävention die BZgA übernehmen könne. Die GGL werde mit allen Beteiligten als Koordinator und Mittler über mögliche Ansätze zur Suchtprävention sprechen.