, 28.10.2020

Die Verbände für Anbieter von Online-Glücksspiel in Schweden (BOS) und in den Niederlanden (NOGA) haben eine neue internationale Kooperation gestartet. Wie beide Verbände am Dienstag per Pressemitteilung bekannt gegeben haben [Seite auf Englisch], verfolgten sie ähnliche Ziele, bei deren Erreichen sie sich gegenseitig unterstützen wollten.

 

Zu diesem Zwecke hätten die Verbände eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. In dessen Fokus stehe insbesondere das Ziel der Kanalisierung von Online-Glücksspielern auf den jeweils regulierten Glücksspiel-Markt.

 

BOS und NOGA planten dazu einen gegenseitigen Informationsaustausch, um ihre jeweils entwickelten erfolgreichen Strategien und Maßnahmen miteinander zu teilen. So solle sowohl in Schweden als auch in den Niederlanden ein „gesunder, verlässlicher und sicherer Online-Glücksspiel-Markt“ geschaffen werden.

 

Peter-Paul Goeij, der Geschäftsführer der NOGA, kommentiert:

NOGA ist sehr erfreut, dass die Zusammenarbeit offiziell bestätigt worden ist. Schweden hat den Niederlanden in den letzten zwei Jahren in Bezug auf die Regulierung des Online-Glücksspiel-Marktes bereits als Vorbild gedient. Wir können viel von den Erfahrungen, die BOS in dieser Zeit gesammelt hat, lernen.

BOS arbeite bereits mit vielen anderen europäischen Schwesterverbänden zusammen. Goeil hoffe daher, dass die offizielle Kooperation zwischen BOS und NOGA die europäische Zusammenarbeit im Glücksspielsektor weiter verbessere.

 

Europäischer Austausch von großer Bedeutung

In ihrem gemeinsamen Statement erklären die Verbände, dass die Glücksspiel-Märkte Europas derzeit noch nicht eingehend verknüpft seien. Jeder Staat könne seinen Glücksspiel-Markt nach eigenem Belieben regulieren.

 

Dennoch sollen alle Länder die gleichen Ziele verfolgen, da die Bedürfnisse nach optimalem Spielerschutz überall gleich seien. Kanalisierung und die Bewahrung der Integrität des Sportes und der Sportwetten seien europaweit wichtig.

 

Der Austausch von Informationen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten sei daher sehr förderlich und wichtig. Gustaf Hoffstedt, der Geschäftsführer des schwedischen Online-Glücksspiel-Verbandes, erklärt:

Schweden und die Niederlande sind für gewöhnlich derselben Meinung, wenn es um EU-Angelegenheiten geht […] Wir stehen beide für hohen Verbraucherschutz in Bezug auf jeden Aspekt des Glücksspiels ein. Auch glauben wir beide fest an das Konzept der EU und unterstützen daher den Freihandel zu gleichen Bedingungen.

Er fährt fort, dass Protektionismus und der Erhalt von Monopolen innerhalb der Glücksspiel-Industrie nicht der richtige Weg für die Zukunft seien. Die bessere Wahl seien funktionierende Lizenzierungs-Systeme.

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