, 05.02.2020

Richard Masters, neuer CEO der englischen Premier League, strebt kein Verbot für Glücksspiel-Werbung auf Fußballtrikots an.

 

Wie Masters im Interview mit ITV-News sagte, hielten sich die Clubs der Liga an die Regularien und Regeln, die sich aus der Kooperation mit Glücksspielfirmen ergäben. Zwischen Fußball und Wetten bestehe eine lange Tradition.

 

Britische Politiker hatten in der Vergangenheit immer wieder gefordert, die Glücksspiel-Werbung auf Fußballtrikots aus den Stadien zu verbannen.

Das Ausmaß der Glücksspiel-Werbung in der Premier League

Wie itv.com berichtet (Link auf Englisch), trügen mittlerweile die Hälfte aller Premier League-Mannschaften die Werbung von Glücksspielunternehmen auf ihren Trikots. Insgesamt beliefe sich das Werbeinvestment der Anbieter auf 68,6 Millionen GBP (ca. 81. Millionen Euro).

Masters will abwarten

 

Obwohl die Regierung in den letzten Monaten immer mehr Druck auf britische Glücksspielanbieter ausgeübt hat, die in der Folge freiwillig die Werbespots während Premier League-Spielen beschränkten, gehen die Maßnahmen vielen Kritikern nicht weit genug.

 

So hatte sich zuletzt Ex-Nationaltorhüter Tony Adams gegen die enge Verbindung zwischen Fußball und Glücksspiel ausgesprochen.

 

Auch Großbritanniens Regierung will die häufig kritisierte Beziehung zwischen Glücksspielanbietern und Vereinen überprüfen. Das Ergebnis der Untersuchung wolle der neuberufene Liga-Chef Masters abwarten:

„Die Regierung hat das Glücksspiel 2005 dereguliert – die Rahmenbedingungen für das Glücksspiel geändert – und es ist wahrscheinlich an der Zeit, einen erneuten Blick darauf zu werfen. Die Regierung wird das machen und wir werden gern daran teilnehmen (…). Ich denke nicht, dass die Antwort am Ende lauten sollte, dass Fußballclubs keine Glücksspielfirmen mehr als Trikotsponsoren haben sollten, aber wir werden auf jeden Fall mit der Untersuchung zusammenarbeiten.“

 

Glücksspiel-Werbung auf Fußballtrikots ist aktuell nicht die einzige Problematik, der sich Richard Masters stellen muss. Viele Fußball-Fans lehnen derzeit den in der Premier League eingeführten Videobeweis ab. Zudem muss sich Masters dem Problem des Rassismus im englischen Fußball stellen.

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