, 31.12.2019

Die Griechen sind für ihre Leidenschaft für das Glücksspiel bekannt. Bereits in der Antike gab es mehrere Formen des Glücksspiels. Heute gehört das Spielen an Neujahr zu den weit verbreiteten Bräuchen in Griechenland. Neben verschiedenen Lotterien ist auch das private Kartenspiel sehr populär.

 

Hinter diesem Brauch steckt die Hoffnung auf ein glückliches neues Jahr, auch in finanzieller Hinsicht. Die Menschen glauben, dass das alte Jahr alles Schlechte mitnimmt und das neue Jahr positiv beginnt:

„Altes Jahr, geh jetzt weg, deine Zeit ist vorbei, das neue ist da mit seinen Geschenken, Liedern und Freuden.“

Positiver Beginn des neuen Jahres mit Glücksspiel

Es gibt zahlreiche Bräuche, die die Hoffnung auf einen guten Start ins neue Jahr symbolisieren. Zu den beliebtesten Aktivitäten an Silvester gehört das Kartenspiel. Damit will man die Hoffnung auf ein glückliches Jahr zum Ausdruck bringen. Meist wird 17 und 4 gespielt, ein Casinospiel, das dem Blackjack recht ähnlich ist.

 

In der Regel wird zum Spaß und um geringe Beträge gespielt. Unterhaltung und das gesellige Beisammensein mit Freunden und Familie stehen hierbei im Fokus. Dennoch soll es vorgekommen sein, dass im Rahmen des Glücksspiels am Silvesterabend Haus und Hof verspielt wurden.

Bräuche für ein gutes neues Jahr

 

Die Bräuche an Neujahr stehen hauptsächlich im Zusammenhand mit der Hoffnung auf gute Zeiten. So wird ein Granatapfel aufgebrochen. Die zahlreichen Samen im Inneren der Frucht symbolisieren den Wunsch nach Vermehrung des Reichtums.

 

Große Bedeutung wird der Person zugemessen, die im neuen Jahr als erste das Haus betritt. Daher werden häufig Kinder, deren Seele noch rein ist, eingeladen, das Haus als erster mit dem rechten Fuß voran zu betreten. Damit soll das Unglück von der Familie abgewendet werden. Das Platzieren von Olivenblättern oder Weizenkörnern in den Kamin ist ein weiterer Brauch, der für Gesundheit aller Bewohner sorgen soll.

 

Kuchen, Puderzucker, Kugeln, Sterne

Der Anschnitt des Neujahrskuchens ist ein weit verbreiteter Brauch in Griechenland. (Bild: youtube.com)

 

Zu den bedeutendsten Bräuchen gehört das Anschneiden des Neujahrskuchens in Gegenwart aller Familienmitglieder. Im Inneren des Kuchens befindet sich eine Münze. Wer das Kuchenstück mit dem Geldstück erhält, soll das ganze Jahr über Glück und eine gut gefüllte Geldbörse haben.

Die Staatliche Neujahrs-Lotterie

Die Staatliche Neujahrslotterie nimmt eine ganz besondere Rolle in Griechenland ein und könnte hinsichtlich ihrer Popularität mit der spanischen „El-Gordo“ Lotterie verglichen werden. Es gibt kaum eine griechische Familie, die nicht mindestens ein Lotterielos kauft.

Lotterien wurden zum ersten Mal in der Biografie des griechisch-stämmigen Malers und Architekten Dominique Theotokopoulos erwähnt. Er soll von den venezianischen Behörden am 26. Dezember 1566 die Erlaubnis erhalten haben, eine Ziehung zu veranstalten. Der Hauptpreis war ein Bild, das die Kreuzigung Christi zeigte.

 

1849 erlaubte ein königliches Dekret die Veranstaltung von Lotterien im Lande, die ausschließlich gemeinnützigen Zwecken zugutekommen sollten. Der damals neu gegründete Staat musste sich nach seiner Befreiung von der 400 Jahre dauernden Herrschaft der Türken wieder seiner historischen Vergangenheit besinnen. Die archäologischen Stätten waren jedoch aufgegeben und verwahrlost. Die Lotterien sollten deren Erhalt finanzieren.

Die Neujahrslotterie wurde im Jahre 1967 gegründet. Sie löste das „Los der Journalisten“ ab, dessen Erlöse an die Rentenkasse der Journalisten gingen. Ein Los der Neujahrslotterie [Seite auf Englisch] kostet 5 Euro und erscheint einmal im Jahr. Die Ziehung erfolgt immer am letzten Tag des Jahres und über 55 % der Einnahmen werden an die Gewinner ausgeschüttet.

 

Der Hauptpreis beträgt 2 Millionen Euro, für Rang 2 bis Rang 5 gibt es jeweils 250.000 Euro. Insgesamt werden 4,3 Millionen Euro ausgeschüttet. Zahlreiche Spieler erhoffen sich auch in diesem Jahr den ganz großen Gewinn, sei es bei der Neujahrslotterie, beim Kartenspiel oder auch im Casino.

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