Freitag, 20. Mai 2022

Handball-Bundesliga-Spieler macht Ausbildung bei Glücksspiel-Konzern Gauselmann

Handballer Marek Nissen im Trikot mit Merkur-Sonne von Gauselmann Marek Nissen spielt nicht nur in der Handball-Bundesliga, sondern macht nun auch eine Ausbildung bei Gauselmann (BIld: TuS N-Lübbecke)

Der deutsche Glücksspiel-Gigant Gauselmann bildet Jahr für Jahr Dutzende junge Menschen für verschiedene Berufe aus. Zu seinen neuesten Azubis darf der Konzern nun den Handball-Profi Marek Nissen zählen. Der 20-jährige Bundesliga-Spieler wollte trotz seiner erfolgreichen Karriere im Sport noch eine berufliche Alternative „in der Hinterhand“ haben, berichtete Gauselmann am Donnerstag.

Morgens Spielautomaten, abends Bundesliga

Nissen steht seit 2020 beim Handball-Erstligisten TuS N-Lübbecke unter Vertrag und soll bis mindestens 2023 für den Verein spielen. Für den jungen Handballer, dessen Position im linken Rückraum ist, bedeutet dies rund 10 Stunden intensives Training pro Woche.

Jetzt pendelt Nissen zwischen Training, Spielen und dem Gauselmann-Konzern im nordrhein-westfälischen Espelkamp. Dass der Handball-Pro ausgerechnet bei Gauselmann eine Ausbildung macht, scheint nicht von ungefähr zu kommen.

So strahlt auf den Trikots des TuS N-Lübbecke dank einer Sponsoren-Partnerschaft mit Gauselmann seit einiger Zeit die Merkur-Sonne. Darüber hinaus ist Armin Gauselmann der Vorsitzende des Vereins.

Wie Nissen erklärt, habe er sich jedoch ohnehin „schon immer“ für die Wirtschaft interessiert. Die Doppelbelastung sehe er als etwas sehr Positives. Die Ausbildung fordere ihn geistig, der Sport diene als Ausgleich, um sich „auszupowern“. Für seinen Ausbilder findet er dabei nur positive Worte:

Das Arbeitsklima ist wirklich angenehm, man kümmert sich sehr gut um uns Azubis. Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, es wird nie langweilig. Besonders gefällt mir, dass der Umgang mit den Azubis immer auf Augenhöhe stattfindet.“

Aktuell laufe es daher sowohl sportlich als auch beruflich sehr gut für ihn. Bei Gauselmann tauche er in verschiedene Arbeitsbereiche ein. Bislang habe er die Abteilungen für Kommunikation und Personal kennengelernt.

Die wachsende Familie Gauselmann

Auch Gauselmann freue sich, den Handballer unter seinen neuen Azubis zu haben. Nissen sei nun offiziell Teil der großen „Gauselmann-Familie“. Wie Armin Gauselmann betont, gehörten „alle gleichermaßen zur Gauselmann-Gruppe“, ganz egal, „ob jemand drei Monate oder 30 Jahre dabei ist“:

Sport und Ausbildung hätten grundsätzlich viel gemeinsam. Bei beidem zähle vor allem das persönliche Engagement. Gauselmann kommentiert:

Wir setzen nicht nur im Unternehmen, sondern auch beim TuS auf das Motto ,Fordern und Fördern‘. Wer Leistungsbereitschaft und Einsatzwillen zeigt, ist auch erfolgreich.“

Das nächste Mal auf dem Feld stehen wird Nissen nach Spielplan am 27. Dezember beim Match gegen Wetzlar. Aktuell befindet sich sein Team jedoch mit 10 Punkten nur auf Platz 15 der Bundesligatabelle. Tabellenanführer ist mit 32 Punkten Magdeburg.