, 12.06.2020

Seit gestern ist in Spanien das Werbeverbot für das Online-Glücksspiel aufgehoben. Ursprünglich hatte die spanische Regierung die Maßnahme zum Spielerschutz Ende März für die gesamte Zeit des Corona-Lockdowns ausgesprochen. Dieser ist in vielen Regionen Spanien jedoch weiterhin in Kraft.

 

Noch Anfang der Woche war unklar, ob der spanische Profi-Fußball vom Werbeverbot in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. So wäre es den spanischen Fußballern beim gestrigen Auftaktspiel Betis Sevilla gegen den FC Sevilla beispielsweise nicht erlaubt gewesen, Trikots zu tragen, auf denen Logos ihrer Sponsoring-Partner aus der Glücksspiel-Branche zu sehen sind.

 

Keine Glücksspiel-Werbebeschränkungen mehr gültig

 

Pünktlich zum Neustart des Fußballs jedoch wurde das weitgehende Werbeverbot für das Online-Glücksspiel aufgehoben.

Das während des Alarmzustandes geltende Glücksspiel-Werbeverbot nach Artikel 37 des REAL DECRETO LEY 11/2020 [2] hatte sämtliche Werbung für Online-Glücksspiele in Radio, Fernsehen, Internet und Printmedien verboten. Ausnahmen galten lediglich für die Zeit zwischen 1:00 Uhr und 5:00 Uhr morgens. Ursprünglich sollte das Verbot bis zum 21. Juni gelten.

So heißt es im offiziellen Spanischen Gesetzblatt, dem Boletín Oficial del Estado, vom 10. Juni [Seite auf Spanisch]:

„Der Artikel 37 des sogenannten Real Decreto-ley 11/2020 vom 31. März wird in Übereinstimmung mit der größeren Flexibilisierung hinsichtlich des Glücksspiels während der Phasen 2 und 3 des Planes zum Übergang in eine neue Normalität aufgehoben.“

Somit ist es nicht nur den Fußballern erlaubt, wieder Werbung für Sponsoring-Partner wie Marathonbet, bwin oder Betway zu machen, sondern auch Online-Casinos können wieder wie gewohnt werben.

 

Sämtliche in Spanien lizenzierte Online-Glücksspielanbieter kehren damit zu der rechtlichen Situation zurück, die vor dem Alarmzustand galt. Sie sind weder von bestimmten Werbezeiten abhängig noch ist die Werbung mit Rabatten oder Boni untersagt.

 

Davon profitieren nicht nur die Glückspielunternehmen selbst, sondern, wie das Branchenportal AZARplus schreibt, neben den Sportvereinen mit Sponsoring-Partnern aus der Glücksspielbranche auch die Affiliate-Partner.

 

Aufatmen können Spaniens Online-Glücksspielbetreiber in Sachen Glücksspielwerbung jedoch noch nicht. Mit Ende des Alarmzustandes sollen auch die Bemühungen der Regierung wieder aufgenommen werden, ein neues Gesetz durchzusetzen, das dauerhafte Beschränkungen der Glücksspielwerbung vorsieht.

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