, 01.04.2020

Den Ermittlungsbehörden von Hongkong ist ein Schlag gegen illegale Buchmacher gelungen. Wie die Polizei der Millionenmetropole mitteilte, nahm sie eine Gruppe von Kriminellen fest, die mit verbotenen Wetten Millionenumsätze gescheffelt hat.

 

Die Ermittler berichteten am Dienstag von ihrem erfolgreichen Schlag gegen die straff organisierte Gruppe, die Polizeiangaben zufolge eine Reihe von Hinterhof-Casinos betrieben hatte, um dort illegales Glücksspiel anzubieten.

 

Illegales Glücksspiel in Wohnungen

Um kein Aufsehen zu erwecken, seien die Einrichtungen in normalen Wohnungen im Stadteil Mong Kok untergebracht gewesen. Dort habe die Bande manipulierte Videospielautomaten mit Angelspielen installiert, auf denen spielfreudige Kunden ihre Wetteinsätze hätten tätigen können.

 

Gegenüber der Tageszeitung South China Morning Post [Seite auf Englisch] erklärte ein Ermittler:

Wie bei Spielautomaten wurde regelmäßig ein Jackpot vergeben, um die Spieler zum Weiterspielen zu animieren.

Die Wohnungen seien am Wochenende im Zuge mehrerer Razzien durchsucht worden. Die Beamten gaben an, dass sie 18 Videoautomaten stilllegen und rund 100.000 Hong Kong Dollar (HKG, umgerechnet 12.000 Euro) sowie diverse Baseballschläger hätten beschlagnahmen können. Darüber hinaus seien diverse Konten des Syndikats eingefroren worden.

 

Bei den illegalen Geschäften seien große Bargeldsummen geflossen, die in einer weiteren Wohnung gesammelt, gezählt und für den Weitertransport vorbereitet worden seien. Später sei das Geld mit Kurieren nach China gebracht und in kleinen Summen auf die Konten der Organisation eingezahlt worden.

 

Drei Bosse in Haft

Im Zuge der Durchsuchungen habe die Polizei 28 Personen festnehmen können. Unter ihnen befanden sich auch die beiden vermutlichen Bosse, zwei 39- und 41-jährige Männer vom chinesischen Festland.

Das Syndikat bestand nach Polizeiangaben hauptsächlich aus Chinesen und habe in den letzten sechs Monaten in Hongkong acht profitable Standorte unterhalten. So habe die Gruppe allein in dieser Zeit schätzungsweise 14 Mio. HKG (umgerechnet 1,64 Mio. Euro) verdient.

Am Montag sei es der Polizei zudem gelungen, ein weiteres Oberhaupt der Bande festzunehmen, als dieses eine der Wohnungen habe betreten wollen. Wie die Polizeibehörde mitteilte, stamme der 41-Jährige ebenfalls aus China.

 

Die Verdächtigen müssen den Ermittlern zufolge mit Anklagen wegen illegalen Glücksspiels sowie Geldwäsche rechnen. Im Falle einer Verurteilung drohen den Bossen bis zu 14 Jahre Gefängnis sowie Geldstrafen in Höhe von 5 Mio. HKG.

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