, 29.06.2020

Die französische Polizei hat ein kriminelles Netzwerk aufdeckt, dessen Mitglieder illegale Spielautomaten betrieben haben. Wie die Zeitung Le Figaro am Freitag berichtet hat [Seite auf Französisch], seien zwischen dem 16. und 23. Juni bei 20 Durchsuchungen im Großraum Paris 35 Menschen festgenommen worden.

 

Illegale Spielautomaten in Cafés, Teestuben, Friseursalons

 

Die Personen im Alter von 25 bis 55 Jahren sollen einem Netzwerk angehören, welches von Kriminellen türkisch-kurdischer Herkunft geführt werde. Diese sollen an fast 80 Standorten illegale Spielautomaten aufgestellt und betrieben und auf diese Weise fast eine Million Euro Jahresumsatz generiert haben.

 

Die Automaten sollen sich unter anderem in Cafés, Teestuben und Friseursalons in Seine-Saint-Denis und Val-d’Oise im Großraum Paris sowie in den Departements l’Oise und l’Eure nördlich von Paris befunden haben.

 

In einigen Fällen seien die Eigentümer der betroffenen Einrichtungen mit Gewalt dazu gezwungen worden, den Betrieb der Automaten zu erlauben, so ein Polizeisprecher:

Ein Team aus Schlägern war zudem dafür verantwortlich, dass sich die Händler bereit erklärten, im Netzwerk zu bleiben.

Neben 25 Spielautomaten hätten die Beamten bei den Durchsuchungen 80.000 Euro, mehrere Fahrzeuge und eine Pistole sichergestellt.

Die Durchsuchungen seien von den Beamten des Service Central des Courses et Jeux, zuständig für Pferde- und Hunderennen und Glücksspiel, durchgeführt worden.

 

Die Ermittlungen in dem Fall seien bereits im Herbst 2019 angelaufen. Die Leitung sei von einer Abteilung des Pariser Strafgerichts, zuständig für den Kampf gegen organisierte Kriminalität (Junalco), übernommen worden.

14 Verdächtige seien angeklagt worden. Sie müssten sich nun für das gemeinschaftliche Aufstellen und den Betrieb verbotener Glücksspielgeräte, für die kriminelle Vereinigung im Hinblick auf die Vorbereitung eines Verbrechens, sowie für Geldwäsche und Unterschlagung verantworten.

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