, 18.05.2020

In Irland steht einer Wiederaufnahme von Pferderennen nichts mehr im Wege. Nachdem die Regierung die Weichen für den Neubeginn gestellt hat, soll das erste Rennen am 8. Juni auf dem Naas Racecourse starten.

 

Die Termine für die ersten Rennen stehen

Bereits wenige Tage später wartet mit den traditionsreichen Irish 1.000 Guineas ein erstes Highlight auf die Rennsport-Fans, bei dem es am 12. Juni um 400.000 Euro gehen wird.

 

Auch der Termin für das Irish Derby [Seite auf Englisch] wurde bereits festgelegt. Wie der Verband Horse Racing Ireland bestätigte, wird das mit über 1,5 Mio. Euro dotierte Rennen am 27. Juni ausgetragen.

 

Verbandsgeschäftsführer Brian Kavanagh zeigte sich erleichtert:

Wir sind dankbar, einer der Bereiche zu sein, der wieder zur  Arbeit zurückkehren darf.

Die am Wochenende erteilte Genehmigung lässt neben Veranstaltern auch Fans und Buchmacher aufatmen, denn während der mehrmonatigen Pause waren neben den Organisatoren auch Reitstallbesitzer, Trainer und Jockeys teilweise in finanzielle Not geraten.

Voraussetzung für den Neustart war, dass die Rennen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Zudem müssen sich die Veranstalter zur Einhaltung penibler Abstandsregeln und Hygienestandards verpflichten, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Darüber hinaus werden bei den ersten Rennen nur Starter aus Irland zugelassen.

Auch die Wettbüros dürften die Entscheidung mit Erleichterung zur Kenntnis genommen haben. Schließlich zählen Wetten auf Pferderennen in Irland zu den populärsten Angeboten der Buchmacher, die angesichts weltweit abgesagter Sportveranstaltungen dringend auf die Einnahmen aus den Rennen angewiesen sein dürften.

 

Pferdesport europaweit in den Startlöchern

Irland ist nicht das erste Land, das nach den Covid-19-bedingten Rennabsagen zurück zur Normalität strebt. Während in Großbritannien derzeit fieberhaft nach einem Termin zum Neustart des Pferdesports gesucht wird, haben die Rennen in Frankreich bereits wieder begonnen.

 

Auf der Rennbahn von Longchamp bei Paris wurden am 11. Mai die ersten Rennen gestartet, nachdem die französischen Behörden den Neustart unter Ausschluss der Öffentlichkeit genehmigt hatten.

 

Dass diese Sicherheitsregel den Pferdesport noch länger begleiten könnte, zeigt das Beispiel Hongkong. Dort fanden auch während des Höchststands der COVID-19-Pandemie Rennen statt, sodass auf der weltweit umsatzstärksten Rennbahn im Happy Valley seitdem über 750 Rennen hinter geschlossenen Türen veranstaltet wurden.