Mittwoch, 29. Juni 2022

Vorstoß für Glücksspiel-Werbeverbot gescheitert

Fußball, Rasen, Wolken Innenminister entscheiden sich gegen ein Glücksspiel- und Sportwetten-Werbeverbot. (Bild: pixabay.com)

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat auf der Innenministerkonferenz vom 1. bis zum 3. Dezember ein Verbot für Glücksspiel-Werbung gefordert. Vor allem die Bewerbung von Sportwetten sehe der SPD-Politiker äußerst kritisch. Mäurer sei jedoch mit seiner Forderung gescheitert, berichtete buten un binnen am Freitag.

Mäurer setzt sich bereits seit längerer Zeit für ein Werbeverbot für Glücksspiel- und Sportwetten-Anbieter ein. Grund sei die hohe Suchtgefahr, die von Glücksspielen ausgehe, so der Bremer Innensenator.

Derzeit gebe es in Deutschland rund 200.000 Menschen, die vom pathologischen Glücksspiel betroffen seien. Weitere 230.000 zeigten ein problematisches Spielverhalten.

Die Werbung dafür sei überall präsent:

Bei inzwischen 35 legalen Anbietern bundesweit werden die Menschen überall im Fernsehen, Internet oder in den Stadien mit Werbespots für Glücksspiele bombardiert. Man kann dem gar nicht mehr entgehen.

Innenminister entscheiden gegen Werbeverbot

Die Entwicklung sei besorgniserregend und laufe den Zielen des Glücksspielstaatsvertrags entgegen. Daher müsse an dem Vertrag nachgebessert werden.

Die Forderung Mäurers sei von Parteikollegen unterstützt worden, Allerdings sei eine einheitliche Zustimmung zur Änderung des Glücksspielstaatsvertrags nicht erreicht worden.