, 25.02.2020

Der irische Sportverband Gaelic Players Association (GPA) fordert ein Verbot von Glücksspiel-Werbung während der Live-Übertragungen von Sport-Veranstaltungen.

 

Die Organisation, die in der Republik Irland Hurling- und Gaelic Football-Spieler vertritt, habe sich mit dem Anliegen an die Gaelic Athletic Association (GAA) gewandt, wie es in einem Statement auf der Webseite der GPA (Link auf Englisch) heißt.

 

Die GPA hält ein Glücksspielwerbeverbot wegen den möglicherweise schädlichen Auswirkungen des Glücksspiels für notwendig.

Was macht die Gaelic Athletic Association (GAA)?

Die GAA repräsentiert in Irland die gälischen Sportarten, zu denen neben Gaelic Football auch Hurling und Camogie, Gaelic Handball und Rounders gehören. Die Organisation bewirbt außerdem kulturelle Traditionen wie irischen Tanz und irische Musik. Die GAA wurde bereits vor 135 Jahren gegründet und ist damit eine der ältesten Sportverbände Europas.

Ein Beitrag zur Suchtprävention

 

Laut GPA handle es bei der Forderung um einen Beitrag zur Prävention von Spielsucht. In einer Pressemitteilung hebt der Verband vor allem die Gefahren von Glücksspiel bei Minderjährigen hervor:

„Die Werbung für Glücksspiele während GAA-Spielen stellt ein erhöhtes Risiko für das Wohl aller Mitglieder der GAA dar, insbesondere für Kinder und diejenigen, die am anfälligsten für die Gefahren dieser destruktiven Sucht sind. Die Verbreitung von Online-Wetten und die Verfügbarkeit von Wettwerbung rund um Gaelic Games haben dazu beigetragen, ein besorgniserregendes kulturelles Problem mit dem Glücksspiel in der GAA zu schaffen.“

Die Notwendigkeit zum Handeln unterstreiche auch der im Dezember 2019 erschienene ESRI-Report zum Glücksspiel und Vereinssport in Irland, so die GPA. Laut diesem glaubten 80 % der befragten Sportler, dass ihre Team-Kollegen täglich oder wöchentlich an Glücksspielen teilnähmen.

 

Ob die GAA tatsächlich auf die Forderungen der GPA eingeht, könnte sich beim nächsten GGA Central Council-Treffen zeigen.

 

Bei diesem will GPA-Vertreter Seamus Hickey das Anliegen noch einmal vorbringen. Sollte sich die GPA mit ihrer Forderung durchsetzen, hätte die GAA die Möglichkeit, das Glücksspielwerbeverbot beim GAA Kongress 2021 in ihr Regelwerk aufzunehmen.