, June 12, 2019

Nachdem Pop-Sänger Justin Bieber (25) am Montag den Hollywood-Schauspieler Tom Cruise (56) zu einem Mixed-Martial-Arts-Kampf herausforderte, überschlagen sich die Reaktionen zum möglichen Fight derzeit nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch bei den Buchmachern.

 

Sie wittern, womöglich aufgrund der medialen Zugkraft und der großen Anhängerschaft der beiden Superstars, ein profitables Geschäft und bieten nun Wettquoten zum potenziellen Kampf an.

 

Die Buchmacher sehen Cruise vorn

 

Herausforderer Bieber, der Cruise via Twitter (Link auf Englisch) zum Kampf im Oktagon lud, gilt in den Augen der Buchmacher als deutlicher Außenseiter. So bietet der britische Wettanbieter William Hill für einen Sieg des Mädchenschwarms lediglich eine Wettquote von 2.50 an (Stand 12.06.2019). Der 31 Jahre ältere Cruise ist mit einer Siegquote von 1.50 hingegen ausgemachter Favorit.

 

Ganz ähnlich wird das Kampfpotenzial der Megastars auch vom Buchmacher Unibet eingeschätzt. Auf seiner Online-Plattform offeriert die schwedische Firma mit maltesischem Sitz eine Quote von 1.40 für einen Sieg von Cruise. Der junge Kanadier ist mit einer Siegquote von 2.40 jedoch erkennbarer Underdog.

Wir wahrscheinlich ist es, dass der Kampf stattfindet?

Obwohl sich die großen Buchmacher aktuell mit Quoten für das tatsächliche Stattfinden des Kampfes bedeckt halten, bewertet die US-Sportwetten-Seite Sportsbettingdime die Wahrscheinlichkeit mit 90:1. Allzu große Hoffnungen, dass Bieber und Cruise wirklich in den „Käfig“ treten, sollten sich Fans demnach nicht machen.

Für einen Sieg von Cruise spricht nicht nur die Kampfsporterfahrung, die er beim Training für die Filmreihe Mission Impossible sammelte. Der bekennende Scientologe ist überdies ein erfahrener Ringer. Schon während seiner Schulzeit schaffte es Cruise in die Schülermannschaft seiner High School und bestritt für das Team Wettkämpfe.

 

Aber auch Bieber ist nicht ganz unerfahren, was das Kampfsporttraining angeht. Wie unlängst bekannt wurde, absolvierte der 25-jährige Boxeinheiten mit dem ehemaligen Weltmeister Floyd Mayweather.

 

 

Außerdem soll Bieber regelmäßig an „Rumble“-Boxing-Stunden teilnehmen, die Ausdauer, Kraft und Boxtechnik schulen.

 

Das sagen die Kampfsportkenner zum Fight

 

Theorien über einen möglichen Ausgang des Kampfes Bieber versus Cruise werden mittlerweile auch in der MMA-Szene diskutiert. Unter anderem meldete sich am Montag UFC-Hall-of-Famer Urijah Faber (40) mit einem Video zu Wort, in dem er seine Sicht auf den Kampf schilderte.

 

Der Brazilian Jiu-Jitsu-Experte schätze zwar Biebers Willen und Durchhaltevermögen, sei allerdings nicht von dessen Boxtechnik überzeugt. Müsse er eine Wahl treffen, entscheide auch er sich für einen Sieg von Tom Cruise.

 

Ein weiterer Kampfsportkenner, der sich zum möglichen Promi-Kampf äußerte und sofort ein geschäftliches Abenteuer witterte, war Ex-UFC-Champion Conor McGregor (30). Über Twitter ließ der irische MMA-Fighter wissen, dass er den Kampf promoten wolle, sollte Tom Cruise dem Wettbewerb zustimmen:

„Wenn Tom Cruise Mann genug ist, diese Herausforderung anzunehmen, wird McGregor Sport und Entertainment den Kampf ausrichten. Hat Cruise den Mut, so zu kämpfen, wie er es in den Filmen tut? Wir werden euch auf dem Laufenden halten!“

Ob Cruise und Bieber tatsächlich auf McGregors Dienste zurückgreifen würden, scheint allerdings mehr als fraglich. McGregor geriet in letzter Zeit wegen zahlreicher Skandale in die Medien und kündigte daraufhin sogar seinen Rücktritt von der UFC an.

 

Es geht nicht um den Sieg allein

 

Tom Cruise lachend im Portrait

Trotz des höheren Alters gilt Tom Cruise als Favorit bei den Buchmachern. (Quelle: Wikipedia)

Während Fans und Kampfsportexperten noch über einen möglichen Sieger des Kampfes debattieren, wird in US-Fachportalen bereits eine ganze Reihe weiterer Wettszenarios besprochen.

 

So wird gegenwärtig eine Wahrscheinlichkeit von 350:1 dafür angenommen, dass die UFC den Kampf austragen wird. Auch wird darüber gemunkelt, dass die UFC im Zuge des Kampfes sogar eine neue Abteilung für Promi-Kämpfe gründen könnte. Die Chancen dafür sollen bei 450:1 stehen.

 

Sollte der Kampf Bieber versus Cruise nicht zustande kommen, wird bereits über einen Alternativgegner für „Biebs“ nachgedacht. Eine Quote von 500:1 wird derzeit dafür angesetzt, dass der Wrestler CM Punk an Stelle von Tom Cruise gegen Bieber kämpfen wird.

 

Egal ob Bieber und Cruise wirklich die Fäuste fliegen lassen: Für Buchmacher und Promoter sind Ankündigungen von Promi-Fights dieser Art stets eine gute Gelegenheit, um für ihre Produkte zu werben.

 

Zutreffen könnte dies übrigens auch für Bieber. Nur kurze Zeit nach seinem Kampf-Tweet verkündete der Popstar, dass er bald neue Musik veröffentlichen werde.