, 27.04.2019

In der Nacht zum Sonntag findet in Sunrise, Florida, die 150. Fight Night der Ultimate Fighting Championship (UFC) statt. Im Hauptkampf des Abends treffen Ronaldo „Jacaré“ Souza (39) und Berndhard „The Joker“ Hermansson (30) im Mittelgewicht aufeinander.

 

Zu den Main-Card-Kämpfen, die mit Hochspannung erwartet werden, gehören die Fights zwischen Greg Hardy (30) und Dmitrii Smoliakov (38) sowie Alex Oliveira (31) gegen Mike Perry (27).

Die übrigen Main-Card-Fights und Vorkämpfe der UFC Fight Night 150 im Überblick

 

Die Main-Card-Fights:

Glover Teixeira vs. Ion Cutelab

John Lineker vs. Cory Sandhagen

Roosevelt Roberts vs. Thomas Gifford

 

Die Vorkämpfe:

Ben Saunders vs. Takashi Sato

Andrei Arlovski vs. Augusto Sakai

Carla Esparza vs. Virna Jandiroba

Gilbert Burns vs. Mike Davis

Curt McGee vs. Dhiego Lima

Angela Hill vs. Jodie Esquibel

Jim Miller vs. Jason Gonzales

Souza gegen Hermansson

 

Im Kampf zwischen Souza und Hermansson treffen zwei Kontrahenten aufeinander, deren persönliche Motivationen sich aktuell möglicherweise deutlich unterscheiden.

 

Der 39-jährige Souza, der in UFC bereits zu den alten Hasen gehört, ist derzeit unter den Top-5 der Mittelgewichtler und könnte sich durch einen Sieg gegen Hermansson die womöglich letzte Chance auf einen Weltmeisterschaftskampf sichern.

 

Für den jüngeren Hermansson könnte der Fight hingegen der Auftakt zu einer großen Karriere sein. Nachdem der Schwede zuletzt David Branch und Gerald Meerschaert ausgeschaltet hat, steht ihm mit Souza, der auch „das Krokodil“ genannt wird, das erste Mal ein Gegner von Weltformat gegenüber. Die perfekte Gelegenheit, sich für noch größere Mittelgewichtskämpfe zu empfehlen.

 

 

Welcher Stil wird sich durchsetzen?

 

Auch die Kampftechniken dieser Oktagon-Fighter unterscheiden sich deutlich. Obwohl Hermansson seinen letzten Kampf nach nur 49 Sekunden durch einen Ringergriff am Boden gewann, gehört er im Mittelgewicht eigentlich zu den Spezialisten im Faustkampf. So hält er mit 4.9 Treffern und 1.77 Gegentreffern pro Minute eine der besten Schlagstatistiken.

 

Souza hingegen ist einer der bekanntesten und berüchtigtsten Bodenkämpfer Brasiliens. Er besitzt einen schwarzen Gürtel im Brazilian Jiu-Jitsu und machte sich auch als gefürchteter Muay Thai-Wettbewerber einen Namen. Das Mixed-Martial-Arts-Portal Tapology.com rankt den Brasilianer gar auf Platz 4 der besten Ringer aller Zeiten.

 

Von der erfolgreichen Laufbahn Souzas will sich Hermansson allerdings nicht beunruhigen lassen, wie er in einem Interview mit „MMHour“ sagte:

„Ich habe keine Angst, auf dem Boden zu kämpfen. Ich werde ihn [Souza, Anm. d. Red.] auf den Boden bringen und mit ihm machen, was ich will. Er ist wirklich gut am Boden, aber ich habe eine Medizin dafür: Die beste Ground-and-Pound-Technik der Welt. Es ist egal, wer du bist, wenn du etwas von diesen Fäusten schmeckst, spielt es plötzlich keine Rolle mehr, wie gut du im Bodenkampf bist.”

Die Buchmacher stehen Hermanssons Stärkebekundungen noch kritisch gegenüber. Bislang ist er mit einer Siegquote von 2.60 der deutliche Außenseiter gegenüber Souza, der mit einer Quote von 1.45 als Favorit gilt.

 

Dmitrii Smoliakov gegen Greg Hardy

 

Im amerikanisch-russischen Schwergewichts-Duell zwischen Dmitrii Smoliakov und Greg Hardy stehen sich zwei unerfahrenere Konkurrenten gegenüber.

 

Greg Hardy, der drei seiner vier Profikämpfe gewann und zuletzt wegen einer illegalen Knie-Technik disqualifiziert wurde, war ursprünglich professioneller American Football-Spieler, bevor er sich zum Kampfsportspezialisten ausbilden ließ.

 

 

Der 30-Jährige muss gegen Smoliakov, der eine Kampfbilanz von sieben Siegen und zwei Niederlagen vorzuweisen hat, in das Oktagon treten.

 

Obwohl Smoliakov mehr Kämpfe bestritt und einen Master of Sport im Freistil-Wrestling besitzt, gilt Hardy mit einer Siegquote von 1.28 als haushoher Favorit der Buchmacher.

 

Alex Oliveira gegen Mike Perry

 

Das Match zwischen dem gelernten Muay Thai-Experten Alex Oliveira aus Brasilien und dem Ex-Profiboxer Mike Perry aus den USA könnte eines der attraktivsten des Abends werden. Beide Fighter verloren zwar ihre letzten Kämpfe gegen starke Gegner, dürften deshalb aber umso hungriger auf einen Sieg sein.

 

Besonders interessant wird sein, wie sich die Fighter aufeinander einstellen. Perry, der 92 % seiner Kämpfe vorzeitig per KO entschied, zog mit dem zähen Oliveira ein schweres Los. Der Brasilianer verfügt über eine starke Kondition, geht wesentlich öfter über die Runden und zermürbt seine Kontrahenten im Bodenkampf.

 

Auch aus diesem Grund sehen die Buchmacher Oliveira mit einer Quote von 1.53 vor Perry mit einer Quote von 2.40.

 

Die UFC Fight Night 150 verspricht, eine spannende Angelegenheit zu werden. Deutsche Zuschauer können das Event bei DAZN oder via UFC Fight Pass verfolgen.