, 24.04.2021

Das Medienbüro der Regierung von Dubai hat am Donnerstag Gerüchte zurückgewiesen, nach denen das Glücksspiel in dem Emirat bald legal werden könnte. In einer WhatsApp-Rundnachricht war zuvor davon berichtet worden, dass neun Hotels im muslimisch geprägten Dubai schon bald eine Glücksspiellizenz erhalten sollten.

 

Konkrete Pläne für Legalisierung von Glücksspiel in Dubai?

 

Nach Informationen der Webseite Lovin Dubai [Link auf Englisch] sei die angebliche Legalisierung des Glücksspiels in Dubai in der WhatsApp-Nachricht detailliert beschrieben worden. Demnach sollte die Erlaubnis des Glücksspiels zum Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) im Mai mit einer großangelegten Party gefeiert werden.

 

Für einen Preis von 10.000 VAE-Dirham (ca. 2.250 Euro) pro Person sollten Besucher die Hotels Metropolitan Hotel, Ceasars Palace Hotel, Fairmont Hotel, Al Habtoor Hotel und fünf weitere Einrichtungen besuchen dürfen.

 

Geboten würden Getränke, Mahlzeiten und Tabak. Neben Baccarat-, Roulette- und Black Jack-Tischen stünden dort auch Pokertische zur Verfügung, habe es in der Nachricht geheißen. Dies seien alles nur Fakenews, teilte das staatliche Medienbüro von Dubai umgehend mit. Die „in den sozialen Medien verbreiteten Berichte über die Erteilung von Lizenzen für Glücksspielaktivitäten im Emirat“ seien falsch.

 

Strenge Gesetze gegen Glücksspiel in Dubai

 

Die Nachricht von der vermeintlichen Legalisierung des Glücksspiels in Dubai hat in den vergangenen Tagen die größten Medien der Vereinigten Arabischen Emirate beschäftigt.

Neben dem Newsportal Arabian Business hatten die Gulf Times, Al-Arabiya News, die Khaleej Times, Gulf Today und die Gulf News mit Schlagzeilen über die Falschmeldung von der Legalisierung des Glücksspiels in Dubai berichtet.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Vereinigten Arabischen Emirate ein muslimisches Land sind, dürfte dies kaum verwundern. Nach den Regeln des Islam sind Glücksspiele weitestgehend verboten. Laut der Kanzlei Al Tamimi, die unter anderem in den Vereinigten Arabischen Staaten, im Oman und in Kuwait praktiziert, gilt dies auch in Dubai. Auf ihrer Webseite erklärt die Kanzlei:

„Glücksspiel ist im Islam verboten und dies bildet die Grundlage für die Bundesgesetze und örtliche Gesetze im Emirat, die alle Formen des Glücksspiels sowie die Werbung für jede Form des Glücksspiels verbieten.“

In Einzelfällen und mit vorheriger Genehmigung dürften unter strikten Voraussetzungen Wetten auf Events wie Schießwettbewerbe und Rennveranstaltungen stattfinden. Allerdings nur dann, wenn keine Drittparteien davon profitierten. Die Preise müssten direkt an den Sieger des Wettbewerbs übergeben werden.

 

Der Betrieb von landbasierten Glücksspielunternehmen sowie von Online-Glücksspielangeboten sei hingegen streng verboten und könne mit Haft- und Geldstrafen geahndet werden.

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