, 13.08.2020

Die Online-Wettbörse Matchbook darf seine Dienste in Großbritannien wieder anbieten, nachdem die britische Glücksspielbehörde (UKGC) die am 17. Februar verhängte Lizenzsperre der Holdinggesellschaft Triplebet, der Betreiberin von Matchbook, aufgehoben hat. Dies gab das Unternehmen gestern auf Twitter bekannt.

 

Triplebet gab weiterhin an, dass wesentliche Verbesserungen der Compliance-Praktiken vorgenommen worden seien, um die Lizenzvorgaben der UKGC erfüllen zu können.

 

Auf Twitter postete Matchbook gestern:

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Matchbook wieder für Einwohner Großbritanniens verfügbar ist.

 

Diese Ankündigung markiere den Höhepunkt vieler Monate harter Arbeit und Investitionen im gesamten Unternehmen, hieß es weiter in einer Mitteilung des Anbieters.

 

Matchbook erklärte weiterhin:

Wir sind sehr stolz auf das Engagement und den Einsatz unserer Mitarbeiter in einer sehr herausfordernden Wirtschaftsphase, die es Matchbook ermöglicht haben, den in Großbritannien ansässigen Bewohnern erneut eine deutlich verbesserte Austauschplattform anzubieten, während wir unseren Marktanteil weiter ausbauen und unseren Kunden eine branchenführende Plattform und einen Liquiditätspool bieten.

Britische Glücksspielbehörde deckt schwerwiegende Mängel auf

 

Die UKGC hatte die Betriebsgenehmigung von Triplebet im Februar nach zweijähriger Überprüfung ausgesetzt. Matchbook schickte daraufhin eine E-Mail an seine britischen Kunden, in welcher der Wettanbieter erklärte, dass seine Dienste aufgrund der Entscheidung der Glücksspielbehörde eingestellt würden.

 

Im April verhängte die britische Glücksspielkommission eine Geldstrafe in Höhe von 739.099 GBP (816.804 Euro) und veröffentlichte die Ergebnisse ihrer Überprüfung, die „schwerwiegende Mängel“ zutage förderten.

 

Im Rahmen ihrer Kontrolle habe die UKGC Unzulänglichkeiten bei den Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche entdeckt. Darüber hinaus sei die Wettbörse seiner Sorgfaltspflicht den Kunden gegenüber nicht ausreichend nachgekommen.

Der schwerwiegendste Fall betraf einen Kunden, der an einem einzigen Tag ohne Eingreifen des Betreibers über 2 Mio. GBP (2,21 Mio. Euro) verspielt haben soll.

 

In einem anderen Beispiel soll ein Kunde einen großen Geldbetrag eingezahlt und wieder abgehoben haben, ohne einen Einsatz getätigt zu haben.

 

Nach den Erkenntnissen der UKGC [Seite auf Englisch] sei dies ein Risikofaktor für Geldwäsche. Bis auf die Identitätsprüfung des Kunden im Jahr zuvor, seien keine weiteren Überprüfungen des Kunden durchgeführt worden.

Das UKGC stellte außerdem fest, dass Triplebet versäumt habe, korrekte Unterlagen für seine zehn größten Kunden zu erstellen. Es seien keine Fondsquellen überprüft, kein Risikoprofil erstellt und keine Kundenüberwachung dokumentiert worden.