, 30.07.2020

Die Corona-bedingten Verluste der französischen Lotteriegesellschaft Française des Jeux (FDJ) sind nicht so hoch ausgefallen wie befürchtet. Der am gestrigen Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung zufolge [Seite auf Französisch] habe das Unternehmen die Auswirkungen der Krise während des ersten Halbjahrs 2020 mit Hilfe eines Sparplans begrenzen können.

 

10 % Umsatzrückgang

 

Die positiven Zahlen vom Beginn dieses Jahres (Umsatzzuwachs 5 %) seien durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie gestoppt worden.

 

Die Spieleinsätze seien in der Folge im Vergleich zum Vorjahr um 18 % auf 6,9 Milliarden Euro zurückgegangen. Insgesamt habe die FDJ-Gruppe einen Umsatzrückgang von 10 % auf 849 Millionen Euro verzeichnet.

 

Im Einzelnen seien die Einsätze bei Lottospielen um 13 % und bei Sportwetten um 39 % gesunken. Die Einsätze bei Online-Lottospielen hätten unterdessen um 50 % zugenommen. Ihren Nettogewinn aus dem ersten Halbjahr bezifferte das Unternehmen mit rund 50 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum seien es rund 96 Millionen Euro gewesen.

Die Verluste der Française des Jeux im ersten Halbjahr 2020 seien geringer ausgefallen, als zu Beginn der Pandemie vorausgesagt worden war. Im März hatte die FDJ bekannt gegeben, einen Rückgang von rund 50 % in ihren Verkaufszahlen zu erwarten. Der prognostizierte Umsatzverlust war mit 55 Millionen Euro pro Monat beziffert worden.

„Überschaubarer Rückgang“ dank Sparplan

 

Für diesen „überschaubaren Rückgang“ sei das zügige Handeln des Unternehmens nach Beginn der Corona-Krise verantwortlich, so die FDJ-Chefin Stéphane Pallez:

Die starke Mobilisierung der Gruppe seit Beginn der Gesundheitskrise und ein schnell umgesetzter Sparplan haben es möglich gemacht, die Auswirkungen auf die Halbjahresergebnisse zu begrenzen.

Durch den Sparplan habe die FDJ rund 80 Millionen Euro an Kosten in den Bereichen Marketing und Kommunikation sowie bei Verwaltungs- und Umsatzkosten einsparen können.

 

Seit Mitte Mai sei eine allmähliche Erholung der Aktivitäten zu verzeichnen. Mitte Juni hätten die Einsätze wieder den Wert aus dem Vorjahr erreicht.

 

In ihren Erwartungen für die folgenden Monate hält sich die Lotteriegesellschaft jedoch zurück. Da die Situation weiterhin unsicher sei, wolle man zu diesem Zeitpunkt keine Prognosen für den weiteren Verlauf des Jahres aussprechen.

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