, 08.05.2020

Auf der spanischen Insel Mallorca ist der Polizei in dieser Woche ein Schlag gegen das illegale Glücksspiel gelungen. Beamte haben in einem chinesischen Restaurant in Palmas Viertel Pere Garau eine Mahjong-Spielhölle ausgehoben.

 

Am Dienstagabend beobachteten Beamte der Policía Nacional zwei asiatische, bereits aktenkundige Frauen dabei, wie sie gemeinsam ein Restaurant betraten. Die beiden Frauen waren der Glücksspieleinheit bereits bekannt

„für ihre große Vorliebe für die Teilnahme an illegalen Glücksspielen unter Beteiligung von Geld, für die sie zuvor bereits sanktioniert worden waren.“

Dieses Mal machten sich die Frauen jedoch nicht nur der Teilnahme am illegalen Glücksspiel schuldig, sondern auch des Verstoßes gegen die Corona-Maßnahmen. Diese verbieten es Personen, die nicht im selben Haushalt leben derzeit, sich zu versammeln. Zudem sind Restaurants und Geschäfte, die nicht als lebensnotwendig gelten, geschlossen zu halten.

Auf Mallorca, ebenso wie in den anderen Regionen Spaniens, warten Restaurants und Cafés gespannt darauf, wieder öffnen zu dürfen. Bevor sie wieder Gäste empfangen können, muss die spanische Zentralregierung, die den Alarmzustand gerade für weitere 14 Tage verlängert hat, jedoch ihre Zustimmung geben. Frühestens am Samstag wird mit einer Entscheidung darüber gerechnet, ob Restaurants ab Montag unter strengen Auflagen wieder Kundschaft bedienen dürfen.

Glücksspiel während der Corona-Beschränkungen kommt Spieler teuer zu stehen

 

Als die Frauen das Lokal auch nach einiger Zeit nicht wieder verlassen hatten, gingen die Beamten, die im Rahmen der Operation „Mascarada“ eingesetzt waren, davon aus, dass sie sich in den Innenräumen einer illegalen Spielpartie widmeten. Sie betraten das Etablissement und fragten nach dem Besitzer. Eine der Frauen gab an, dass sich keine weitere Person in den Räumen befinde.

 

Jedoch konnte einer der Polizisten eine Frau entdecken, die rasch einen Nebenraum betrat. Hier überraschten die Beamten vier Personen, darunter drei Frauen und einen Mann, die an einem unlizenzierten Spielautomaten Mahjong spielten.

 

Die Beamten konnten insgesamt einen Betrag von 2.095 Euro sicherstellen, der augenscheinlich an diesem Abend für das Glücksspiel eingesetzt werden sollte.

 

Die Anwesenden müssen sich nun wegen der Teilnahme am illegalen Glücksspiel sowie wegen des Verstoßes gegen die während des Alarmzustandes geltenden Maßnahmen verantworten. Dies könnte die Spieler teuer zu stehen kommen, denn die Bußgelder betragen hierbei zwischen 300 und 60.000 Euro.