, 14.02.2020

Der Betting and Gaming Council (BGC), der Fachverband der britischen Glücksspielbranche, hat die Regierung aufgefordert, Maßnahmen zur Bekämpfung nicht lizenzierter Betreiber zu ergreifen. Dadurch sollen die Verbraucher, vor allem Kinder, geschützt werden.

 

Die neue Gesetzgebung, der Online Harms Bill, der in Kürze im Unterhaus verabschiedet wird, soll neue Vorschriften einführen, die Bürger im Internet vor der Verbreitung terroristischen und gefährdenden Materials schützen soll. Dies hat die Königin, Queen Elisabeth II, im Dezember letzten Jahres in ihrer Rede [Dokument auf Englisch] angekündigt.

 

Während der BGC die Bemühungen der Regierung lobte, gegen schädliches Material im Internet vorgehen zu wollen, werde zu wenig getan, um unregulierte Glücksspiel-Aktivitäten zu bekämpfen.

 

Um diese Aussage zu belegen, legte der BGC Suchergebnisse für einschlägige Glücksspiel-Schlüsselwörter großer Suchmaschinen vor, die auch nicht lizenzierte Angebote anzeigten.

Die auf 47 Suchbegriffen basierende Untersuchung ergab 8.825 Suchergebnisse. Allerdings erschienen sowohl lizenzierte als auch nicht lizenzierte Glücksspielanbieter. Eine BGC-Umfrage habe außerdem ergeben, dass 2,2 % der britischen Online-Spieler in den letzten 12 Monaten einen nicht lizenzierten Anbieter genutzt hätten.

 

Monitor, Google, Hand

InSuchergebnissen werden sowohl legale als auch illegale Glückspsiel-Angebote angezeigt. (Bild: pixabay.com)

 

Die BGC führte auch Web-Traffic-Statistiken an, wonach nicht lizenzierte Betreiber 2,5 % der Besuche von Glücksspiel-Webseiten in den letzten 12 Monaten ausmachten – dies entspreche 27 Millionen Aufrufen aus Großbritannien. Nach Schätzungen des BGC belaufe sich der Betrag, der für Angebote nicht lizenzierter Betreiber eingesetzt werde, auf 1,4 Mrd. GBP (1,67 Mrd. EUR).

Null Toleranz gegen illegales Online Glücksspiel

Zwar bestehe das vorrangige Ziel der Einführung der Gesetzesvorlage darin, die Regulierung und den Schutz von Internetaktivitäten, wie z.B. die Nutzung von Spielen und sozialen Medien, zu fördern.

 

Hinsichtlich des Gesetzesvorschlags forderte der Betting and Gaming Council die britische Regierung aber auch dazu auf, ein Segment in die Gesetzgebung aufzunehmen, das die Schwarzmarkt-Glücksspielaktivitäten unregulierter Unternehmen unter Kontrolle bringe.

 

Michael Dugher, Vorstandsvorsitzender der BGC, sagte:

„Suchmaschinen machen Profit durch die Förderung illegaler Glücksspielanbieter und gefährden britische Verbraucher, einschließlich von Kindern. Auf diesen illegalen Webseiten gibt es keine der streng lizenzierten Sicherheitsvorkehrungen des Vereinigten Königreichs.“

Regulierte Buchmacher und Online-Anbieter verfolgten einen strengen Null-Toleranz-Ansatz für Glücksspiele bei Minderjährigen, ergänzte Dugher. Schutzbedürftige Verbraucher könnten aber den illegalen Betreibern zum Opfer fallen.

 

Der Online Harms Bill der Regierung könne den Schwarzmarkt eindämmen und Spieler schützen, die sich in einer sicheren Umgebung bewegen wollten.

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