, 14.09.2020

Der britische Glücksspielverband UK Betting and Gaming Council (BGC) hat angekündigt, dass Kinder und Jugendliche während der neuen Fußball-Saison vor Glücksspiel-Werbung geschützt sein werden. In einer Mitteilung vom Freitag erinnerte der Verband [Seite auf Englisch] an die Erfolge, die das Werbeverbot für Sportwetten bei Live-Übertragungen im vergangenen Jahr verzeichnen konnte.

 

BGC-Chef Michael Dugher sehe der neuen Saison zuversichtlich entgegen:

Als Fußballfan kann ich es kaum erwarten, dass die neue Saison in England beginnt. Da die Spiele wegen Covid-19 immer noch hinter verschlossenen Türen ausgetragen werden, haben die Fans keine andere Wahl, als ihre Favoriten im Fernsehen zu sehen. Ich freue mich daher über den Erfolg des Glückspiel-Werbeverbots bei Live-Übertragungen, das es jungen Menschen praktisch unmöglich macht, (…) Werbung für Wetten im Fernsehen zu sehen.

Werbeverbot ist effektiv

 

So habe sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die Sportwetten-Werbung bei Live-Ausstrahlungen ausgesetzt seien, erheblich reduziert. Einer Erhebung von Enders Analysis zufolge sei die Zahl der Sportwetten-Werbeclips, die von 4- bis 17-Jährigen bei TV-Übertragungen gesehen worden seien, im ersten Jahr um 97 % gesunken.

 

Insgesamt sei die Zahl der Clips, die Jugendliche über die Gesamtdauer der Sport-Events im Fernsehen gesehen hätten, um 78 % gesunken. Für die Zeit nach 21 Uhr sei ein Rückgang von 28 % zu verzeichnen.

Das Verbot von Sportwetten-Werbung gilt für TV-Übertragungen von Sportveranstaltungen, die vor 21 Uhr stattfinden. Während der betroffenen Events darf ab 5 Minuten vor Beginn bis 5 Minuten nach Ende des Spiels keine entsprechende Werbung gezeigt werden. Die Regelung wurde am 01. August 2019 eingeführt, um Kinder und Jugendliche vor dem Einfluss von Sportwetten-Werbung zu schützen.

Neue Maßnahmen ab Oktober

 

Weitere Maßnahmen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen seien in Planung, so der BGC.

 

So sollen ab Oktober neue Regelungen eingeführt werden, die Minderjährige vor Glücksspiel-Werbung im Internet schützen sollen. Glücksspiel-Anbieter, die sich nicht an die neuen Regelungen halten würden, sollen konsequent verfolgt werden, so Dugher.

 

In diesem Zusammenhang forderte der BGC auch die britische Regierung auf, im Kampf gegen illegale Anbieter, die sich nicht an Jugendschutz-Vorgaben hielten, mit der BGC zusammenzuarbeiten.

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