, September 4, 2018

Der beliebte Online Poker Room und Turnierveranstalter partypoker hat mir einer neuen Kampagne für Aufsehen gesorgt. Unter dem Slogan „bestjobintheworld“ (dt.: der beste Job der Welt) hat das Unternehmen den Beruf des Pokerspielers in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

 

Stratege mit Sinn für Mathematik gesucht

Matratzentester, Likör-Verkoster oder Inselwächter, daran denkt man, wenn die Rede vom „besten Job der Welt“ ist. Partypoker hat sich auf seinem erfolgreichen Weg an die Spitze des Poker-Olymps nun mit einer Kampagne zu genau diesem Thema lautstark zurückgemeldet.

 

Unter der Berufsbezeichnung „mathematical strategist“, zu Deutsch „mathematischer Stratege“, haben die Poker-Spezialisten offiziell eine offene Stelle ausgeschrieben. Die eigens dafür kreierte Stellenausschreibung wurde online veröffentlicht. Die Tätigkeit sollte laut Text flexible Arbeitszeiten beinhalten, vielfältige Reisen ermöglichen und ein Gehalt im sechsstelligen Bereich versprechen.

 

Dass es sich dabei um keinen offiziellen Bewerbungsprozess, sondern lediglich um eine fiktive Stelle handelte, sollten die Bewerber erst in den darauffolgenden Vorstellungsgesprächen über das Online-Telefon Skype erfahren.

 

Bewerbungsgespräche stellen sich als PR-Gag heraus

Skype Interview mit partypoker

Skype Interview mit partypoker (Bild: youtube.com)

In den Bewerbungsgesprächen via Skype stellten sich im Anschluss echte Bewerber vor. Ihr Gespräch führten sie mit einem partypoker-Mitarbeiter, der in den Plan eingeweiht war und die Unterhaltung professionell leitete.

 

Dabei wurden unter anderem ein Talent für Zahlen und ein gelassenes Auftreten auch bei Stress als wichtige Voraussetzungen für den Job genannt. Vorteile und Vergünstigungen sollten den Bewerben in Form von beispielsweise flexiblen Arbeitszeiten, manchmal sogar erst ab mittags, und Home-Office zuteilwerden.

 

Darüber hinaus wurde die große Reisevielfalt des Jobs hervorgehoben, die es Mitarbeitern beispielsweise ermögliche, aus der Karibik zu arbeiten. Dort logierten sie in 5-Sterne Hotels und seinen auch nicht an ihr Telefon oder ihr E-Mail-Postfach gebunden, so partypoker. Stattdessen hätten sie die Möglichkeit, sich ihre Zeit nach Belieben einzuteilen und sich einfach an den Strand zu legen.

 

Zu beachten sei jedoch der Wettbewerbscharakter der Tätigkeit und die davon abhängige Höhe des Gehalts. Dieses könne zwischen 100.000 und 1 Million betragen. Schließlich löste der Mitarbeiter das Rätsel und enthüllte die genaue Stelle: ein professioneller Pokerspieler. Trotz großer Überraschung seitens der Bewerber zeigte sich die Mehrzahl, wenn auch lachend, sehr interessiert. Das Werbevideo zur Aktion finden Sie hier [Video auf Englisch].

Für ElkY, Phillip Gruissem und ihre Kollegen ist Poker der beste Job der Welt

Für die Mitglieder des partypoker Turnier- und Markenbotschafterteams ist ihr Job zweifelsohne der beste der Welt. So nannten Stars der Szene, wie die britische Spielerin Natalia Breviglieri und der russische Star der Stunde Anatoly Filatov, unter anderem die folgenden Faktoren als entscheidend dafür, dass Pokerspielen für sie der beste Job der Welt sei:

Zusammentreffen mit tollen Menschen und lebenslange Freundschaften

 

Reisen um die ganze Welt mit erstklassiger Verpflegung

 

Adrenalinrausch beim Spiel

 

Kontinuierliche Weiterbildung und Ausbau der eigenen Fähigkeiten

 

Spannende Wettkämpfe, die nie langweilig werden

 

Freiheit in finanzieller, örtlicher und geistiger Hinsicht sowie die Möglichkeit, dies mit Gleichgesinnten zu teilen

Aufsehenerregende PR-Kampagnen sind in der Glücksspielwelt keine Seltenheit

In der Glücksspielbranche konkurrieren zahlreiche Anbieter miteinander. Da ist es keine Überraschung, dass diese sich immer ausgefallenere Marketingaktionen ausdenken müssen, um Spieler auf sich aufmerksam zu machen und im Gespräch zu bleiben.

 

Der wohl unbestrittene Meister der PR-Gags ist der irische Buchmacher Paddy Power. Das Unternehmen ist vor allem bekannt für seine politisch kontroversen Themen, darunter Trump, Putin, der Brexit oder Nordkorea. Als Paradebespiel für das bunte Treiben von Paddy Power in den Medien und Schlagzeilen gelten etwa eine fliegende, überdimensional große Unterhose, eine Statue von Theresa May, ein Kunstwerk mit auffallend großen Genitalien und viele weitere.

 

Wie dieser Tage außerdem bekannt wurde, will Paddy Power zu seinem 30-jährigen Jubiläum in diesem Jahr – das Unternehmen wurde bereits 1988 gegründet – ein „Museum of Mischief“ (dt.: Museum für Unfug) in Dublin eröffnen. Dort sollen die erfolgreichsten, bekanntesten und vor allem umstrittensten Aktionen präsentiert werden. Bereits Mitte September soll das Museum seine Pforten für die Besucher öffnen.