, 02.12.2020

Ab dem heutigen Mittwoch dürfen in England wieder Zuschauer auf die Pferderennbahnen. Damit endet für Veranstalter und Fans eine Zwangspause von mehreren Monaten. Aufgrund Corona-bedingter Einschränkungen mussten Pferderennen lange vor leeren Tribünen ausgetragen werden.

 

Den Anfang machen die Rennbahnen in Haydock, Lingfield, Ludlow und Kempton, auf denen heute die ersten Rennen vor Publikum stattfinden. Da alle vier Bahnen in Regionen der mittleren Warnstufe 2 liegen, wurde die Kapazität auf 2.000 Besucher begrenzt.

Ende November hatte der britische Premierminister Boris Johnson eine Reihe von Lockerungen des Corona-Lockdowns bekanntgegeben. Dazu zählt auch die Zulassung von Zuschauern zu Outdoor-Sportveranstaltungen. Die genaue Zahl hängt dabei von dem Infektionsgeschehen in der Region ab. Während in Gebieten mit geringer Infektionsdichte bis zu 4.000 Besucher den Veranstaltungen beiwohnen dürfen, ist die Zahl bei mittlerer Häufung auf 2.000 Fans begrenzt. In Regionen, die unter die höchste Warnstufe fallen, sind weiterhin keine Zuschauer erlaubt.

Obwohl die Veranstalter am Mittwoch eher mit Besucherzahlen im drei- als im vierstelligen Bereich rechnen, zeigten sie sich sehr erfreut über die Tatsache, dass sie nach Monaten wieder zahlende Besucher empfangen dürfen.

 

So erklärte Dickon White, Direktor des Jockey Club Racecourses, am Dienstag:

Wir erwarten morgen in Haydock knapp 1.000 Zuschauer (…). Sie sind das Lebenselixier unseres Geschäfts und wir brauchen sie, um die Atmosphäre und den Umsatz auf unseren Strecken zu steigern. Es ist ein großes Privileg für Haydock, aber auch für den gesamten britischen Rennsport, den Weg zu weisen.

Um die Sicherheit aller Anwesenden zu gewährleisten, hätten die Veranstalter umfangreiche Hygiene- und Abstandsmaßnahmen sowie eine Maskenpflicht eingeführt. Darüber hinaus werde nach Absprache mit der Bezirksregierung in Haydock kein Alkohol an der Rennbahn ausgeschenkt.

 

Abgesehen davon habe man sich jedoch bemüht, den Fans all das zu bieten, was zu einem normalen Rennerlebnis dazugehöre. Dazu zählten auch die traditionellen Buchmacher an der Rennstrecke, bei denen Fans ihre Wetten abschließen könnten.

 

Dass der Pferdesport auf dem Weg zurück in die Normalität sein könnte, zeigt sich am ungebremsten Interesse der Fans. So waren die 2.000 Tickets für die in den nächsten Tagen geplanten Rennen in Aintree und Sandown jeweils innerhalb von Minuten vergriffen.