Samstag, 26. November 2022

Golfprofi Phil Mickelson gesteht „leicht­sinniges und pein­liches“ Glücks­spiel ein

Phil Mickelson Phil Mickelson soll beim Glücksspiel Millionen verloren haben (Bild: Peter Brown, CC BY-SA 4.0)

Der US-Golfspieler Phil Mickelson hat auf dem Golfplatz unzählige Triumphe erzielt. Mit Turniersiegen und Werbeverträgen verdient der erfolgreiche Profi Millionen, doch auch für seine Spiel- und Wettleidenschaft ist Mickelson bekannt. Nun hat er in einem Interview eingestanden, in der Vergangenheit Glücksspiel auf einem „leichtsinnigen und peinlichen“ Niveau betrieben zu haben.

Der 51-jährige Golfstar äußerte sich in einem Gespräch mit dem US-Sportmagazin Sports Illustrated [Seite auf Englisch]. Es war sein erstes Interview nach umstrittenen Aussagen rund um seine Teilnahme an der von Saudi Arabien gesponserten LIV Golf Invitational Series.

Mickelson betonte, dass er sich auf die kommenden acht Turniere der LIV-Serie freue. Diese beginnt an diesem Wochenende im nördlich von London gelegenen Centurion Club. Zugleich sagte er seine Teilnahme für die Mitte Juni durchgeführten US Open, dem dritten Major des Jahres, zu.

Problematische Glücksspiel-Vergangenheit

Allerdings drehte sich das Interview nicht nur um das Geschehen auf dem Golfplatz. Im Rückblick auf seine über 30-jährige Golfkarriere gebe es Dinge, die nicht optimal gelaufen seien. Dazu zähle Mickelson seine ausufernde Glücksspiel-Leidenschaft.

Gegenüber Sports Illustrated erklärte der Golfprofi:

Mein Glücksspiel erreichte einen Punkt, an dem es leichtsinnig und peinlich wurde. Ich musste es angehen. Und das tue ich schon seit einigen Jahren. Meine Familie und ich sind schon seit einiger Zeit finanziell abgesichert.

Glücksspiel habe schon, seit er sich erinnern könne, eine große Rolle in seinem Leben gespielt. Doch vor etwa zehn Jahre habe dies überhandgenommen. Sein Spielverhalten sei aus dem Ruder gelaufen und es sei ihm peinlich, dass so viele Leute davon wüssten.

Nach Hunderten von Therapiestunden habe er das Problem nun allerdings in den Griff bekommen. Großen Anteil daran habe auch seine Frau Amy, die ihn seit vielen Jahren bei der Bekämpfung der Sucht unterstütze.

In Bezug auf seine sportliche Wettbewerbsfähigkeit zeigte Mickelson sich optimistisch. Er habe zwar einige Monate lang die Golfschläger nicht angerührt, nach ein paar Trainingsrunden habe er jedoch bemerkt, dass es wieder „richtig gut“ laufe.

Inzwischen fühle er sich wieder wohl, betonte Mickelson. Das Glücksspiel stelle zudem keine Gefahr für seine finanzielle Sicherheit dar. Es habe sich dabei lediglich um eine Reihe „schlechter Entscheidungen“ gehandelt. Damit widersprach Mickelson Gerüchten, dass die kolportierte LIV-Antrittsgage in zweistelliger Millionenhöhe eine willkommene Möglichkeit darstellen könnte, um seine Glücksspiel-bedingten Geldprobleme zu lösen