, 02.03.2020

Am Sonntag hat in den USA der 18. Problem Gambling Awareness Month, ein Monat zur Aufklärung und Vorbeugung von Glücksspiel-Sucht, begonnen. Der von der US-Spielerschutz-Organisation National Council on Problem Gambling (NCPG) organisierte Aktions-Monat wird mit offizieller Unterstützung von neun US-Bundesstaaten durchgeführt.

 

Ziel ist es, Präventionsmaßnahmen zur Glücksspiel-Sucht zu bewerben und auf staatliche Hilfsangebote für Problemspieler und pathologische Spieler hinzuweisen. Dies soll unter anderem über Social-Media-Kampagnen als auch über Konferenzen und Vorträge geschehen, die landesweit von Spielerschützern veranstaltet werden.

 

Die NCPG (Link auf Englisch) geht derzeit davon aus, dass bis zu 2 Millionen US-Bürger (ca. 1 % der US-Bevölkerung) die formalen Kriterien einer Spielsucht erfüllen. Weitere 4 bis 6 Millionen Personen (ca. 2-3 % der US-Bevölkerung) wiesen laut der Organisation Anzeichen eines problematischen Spielverhaltens auf.

Wieso ist gerade der März der Gambling Awareness Month?

Die Organisatoren haben den März 2020 zum Monat gegen Glücksspiel-Sucht erklärt, da in diesem Monat die Finalspiele der studentischen Basketball-Organisation NCAA stattfinden. Sie werden in einem Turnierformat gespielt und auch als die „March Madness“ (dt. „März-Wahnsinn“) bezeichnet. Der NCPG schätzt den Gesamtwert der Sportwetten während der March Madness auf bis zu 10 Milliarden US-Dollar (ca. 9 Milliarden Euro).

Besondere Verantwortung für Zocker

 

Seit der Legalisierung von Sportwetten im Mai 2018 haben in den USA zahlreiche Bundesstaaten eigene Gesetze verabschiedet, die zwar das Wetten erlauben, aber laut dem NCPG zu einer erhöhten Spielerzahl und damit mehr Suchtgefährdeten führen könnten.

 

Gerade zur March Madness befürchtet Keith Whyte, Exekutiv-Direktor des NCPG, einen Anstieg hilfesuchender Spieler:

„March Madness ist eine Zeit, in der wir eine Zunahme des Glücksspiels und mehr Bedarf für unsere Dienste sehen. PGAM [Problem Gambling Awareness Month, Anm. d. Red] ist für mich – und NCPG und unsere Partner insgesamt – wichtig, weil wir Einzelpersonen mit problematischem Spielverhalten helfen möchten. Dies ist die Spitzenzeit, um auf das Problem aufmerksam zu machen.“

 

Zu den Partnern der NCPG gehören Hunderte Organisationen und neun US-Staaten, die zum Aktionsmonat eigene Aufrufe gestartet haben, darunter Arizona, Connecticut, Iowa, Minnesota, North Carolina, Olahoma, Oregon, Pennsylvania und West Virginia.

 

Der Zocker-Staat Nevada hat in diesem Jahr keine öffentliche Proklamation zum Problem Gambling Awareness Month erlassen.

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