, 09.03.2020

Die New Yorker Pferderennbahn Aqueduct Racetrack wurde am Wochenende Schauplatz eines dreisten Coups: Bei einem Überfall erbeuteten zwei maskierte Räuber eine Viertelmillion US-Dollar.

 

Raub am späten Abend

Bei dem Raub am Samstagabend machten die zwei Gangster große Beute, als sie auf der im New Yorker Stadtteil Queens gelegenen Rennbahn drei Mitarbeiter um 250.000 US-Dollar erleichterten.

 

Die Gangster hatten sich mit Atemschutzmasken unkenntlich gemacht und den Männern aufgelauert, als diese dabei waren, die Einnahmen der Pferderennen in einen sicheren Raum im Untergeschoss zu transportieren, nachdem sie es im dritten Stockwerk des Gebäudes gezählt hatten.

Das Aqueduct Racetrack ist New Yorks einzige Pferderennbahn. Noch bis April findet dort die Winter-Saison statt, weshalb die Räuber auf reiche Beute aus den Eintrittsgeldern und von den Wettschaltern spekuliert haben dürften. Die Rennbahn liegt auf dem Grundstück des Resorts World Casino New York City. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, sei das Casino jedoch nicht Ziel der Attacke gewesen.

Als die unbewaffneten Angestellten eine Galerie überquerten und in den Fahrstuhl steigen wollten, wurden sie von den Räubern erwartet und mit Pistolen bedroht. Daraufhin brachten sie die Überfallenen in einen Raum, wo sie ihnen neben den Geldbündeln auch die Handys abnahmen.

 

Ein Insider-Job?

Ein namentlich genannter Angestellter äußerte der Tageszeitung New York Post [Seite auf Englisch] gegenüber die Vermutung, dass es sich bei den Räubern um Insider handeln könnte. Zumindest hätten diese, so der Verdacht, Informationen aus dem inneren Kreis der bei der Rennbahn Beschäftigten erhalten.

 

Schließlich sei nur wenigen Personen bekannt gewesen, wo das Personal die Einnahmen zähle und wann das Geld ins Untergeschoss transportiert werde.

 

So erklärte er:

Es ist ein Witz! Sie warteten oben auf der Galerie auf sie. Sie wussten, wann sie das Geld runterbringen würden und [dass die Wachen] keine Pistolen haben. Die Wachen im Untergeschoss und im Büro haben Waffen. Aber die Wachen, die das Geld transportieren, haben keine Pistolen.

Dieses Wissen könne nur ein Insider gehabt haben, so der Mann. Dafür spräche auch, dass die Räuber das Gebäude durch den normalerweise für Pferdetransporte genutzten Südeingang verließen. Im Unterschied zu anderen Ein- und Ausgängen habe dieser nämlich keine Kameras.

 

Ein Polizeisprecher wollte die Aussagen des Angestellten nicht bestätigen. Angaben über den Ermittlungsstand oder Details zu den Gesuchten gab er allerdings ebenfalls nicht preis.