Montag, 03. Oktober 2022

Raubüberfall nach Glücksspiel: Haftbefehl gegen NFL-Stars

NFL-Teams auf dem Spielfeld

Die NFL-Stars DeAndre Baker (22) und Quinton Dunbar (27) werden nach einem bewaffneten Raubüberfall in Miramar, Florida, von der Polizei per Haftbefehl gesucht. Den Football-Profis wird vorgeworfen, bei einer Party am Mittwoch mehrere Personen mit Waffen bedroht und zur Herausgabe von Schmuck und Bargeld gezwungen zu haben.

Wie das Nachrichtenportal CBSSports [Link auf Englisch] berichtet, könnten hohe Verluste beim Glücksspiel ein Motiv für die Tat sein.

DeAndre Baker spielt in seiner ersten NFL-Saison als Cornerback beim Team der New York Giants. Quinton Dunbar, ebenso in der Position des Cornerbacks tätig, hat seine Karriere im Jahre 2015 bei den Washington Redskins begonnen und spielt in dieser Saison bei den Seattle Seahawks.

Verzockten die NFL-Stars riesige Summen?

Wie die Polizei von Miramar am Donnerstag mitteilte, hätten sich Baker und Dunbar am späten Mittwochabend bei der Party eines Bekannten in Miramar eingefunden. Dort seien unter anderem Karten- und Video-Spiele gespielt worden.

Nachdem es am Kartentisch zu einem Streit zwischen Baker und einem weiteren Gast gekommen sei, habe Baker mit Hilfe eines Bekannten den Spieltisch umgeworfen und seine Waffe gezückt. Auch Dunbar habe seine Waffe gezogen und damit auf Partygäste gezielt.

Baker sei daraufhin zu einem Gast gegangen und habe diesem 4.000 US-Dollar Bargeld und eine Uhr im Wert von 17.500 US-Dollar abgenommen. Zudem habe das Duo weitere wertvolle Uhren und Zehntausende US-Dollar Bargeld geraubt.

Ein Zeuge sagte gegenüber den Behörden, dass Dunbar und Baker zwei Tage zuvor bei einer Party in Miami 70.000 US-Dollar beim Glücksspiel verloren hätten. Die Polizei geht daher von einem möglichen Zusammenhang zwischen Verlusten beim Glücksspiel und dem Raubüberfall aus.

Teams wollen Situation beobachten

Sowohl die Seattle Seahawks als auch die New York Giants äußerten sich zu den Vorwürfe nur zögerlich. Die Giants räumten ein, mit Baker in Verbindung zu stehen:

„Wir wissen um die Situation. Wir sind in Kontakt mit DeAndre gewesen. Wir geben derzeit keinen weiteren Kommentar.“

Auch die Seahawks gaben sich in Folge der Meldungen zurückhaltend. Sie gaben an, noch mehr Informationen sammeln zu wollen, weitere Kommentare aber wollten sie den Behörden und den Ermittlern der Liga überlassen.