Mittwoch, 26. Januar 2022

Royal Ascot: Niedrigere Besucher­zahlen für eine wohligere Atmosphäre

Royal Ascot Pferderennen Rennpferde Besucher Weniger Besucher beim Royal Ascot sollen dafür sorgen, dass sich Fans wohler fühlen (Bild: Flickr/Dumphasizer/CC BY-SA 2.0)

Das Royal Ascot ist eines der bekanntesten Pferderenn-Events Großbritanniens und lockt jährlich Hunderttausende Besucher an. In diesem Jahr jedoch sollen die Besucherzahlen merklich reduziert werden. Anders als im letzten Jahr ist dies jedoch keine „Corona-Maßnahme“, sondern eine Anpassung an die Präferenzen der Besucher.

Wie der Veranstalter am Donnerstag auf seiner Webseite [Seite auf Englisch] erläuterte, hätten die Corona-bedingten Besucher-Limits im Jahr 2021 einen positiven Nebeneffekt gehabt. Die anwesenden Fans des traditionsreichen royalen Pferderennens hätten sich „besonders“ und insgesamt „wohler“ gefühlt.

Mehr Platz für VIPs und andere Besucher

Während das gesamte Royal-Ascot-Event 2020 hinter geschlossenen Türen stattgefunden hatte, durften die Veranstalter 2021 insgesamt 12.000 Besucher pro Tag einlassen. Dies war deutlich weniger als 2019, wo täglich rund 60.000 Fans an die Rennstrecke strömten.

Den Besuchern scheint der viele Platz im letzten Jahr besonders gut gefallen zu haben. Daher sollen die Besucherzahlen langfristig gesenkt werden, erklärt der Veranstalter.

Eine der häufigsten Rückmeldungen aus dem letzten Jahr […] war, dass die Besucher die Vorteile des zusätzlichen Platzes sehr geschätzt haben. Dies hat uns veranlasst zu überlegen, wie wir die Besucherdichte reduzieren könnten, um den Komfort auf dem gesamten Gelände auch unter „normalen“ Umständen zu verbessern.“

Ganz so dramatisch wie 2021 werde dies jedoch zunächst nicht spürbar. So solle das Limit für das „Royal Enclosure“ von 13.500 auf 12.500 Personen gesenkt werden. In diesen Bereich kommen Gäste nur auf Einladung hinein. Die Gärten um diesen Bereich herum sollen indes ausgeweitet werden, um den VIP-Gästen mehr Raum zu geben.

Im „Queen Anne Enclosure“ – dem teuersten erwerbbaren Besucherbereich – sollen in diesem Jahr 16.600 Gäste Platz finden. 2019 wurde 20.750 Besuchern Einlass gewährt.

Die Besuchergrenze des kostengünstigeren „Windsor Enclosure“ werde zudem von 17.000 Personen auf 15.000 gesenkt. Insgesamt werde die Besucherzahl der genannten drei Bereiche damit um 14 % verringert. Die Erfahrung des Einzelnen solle dadurch verbessert werden, so der Veranstalter:

Es ist von größter Bedeutung, dass wir das Gefühl der Einzigartigkeit und Besonderheit bewahren, welches die Menschen verspüren, die zum Royal Ascot kommen und wir hoffen, dass die Veränderungen allen Besuchern ein verbessertes Erlebnis bieten.“

Das „Village Enclosure“ hingegen könnte anlässlich des diesjährigen Platin-Thron-Jubiläums der Queen ausgeweitet werden. Für gewöhnlich habe der Bereich eine Kapazität von 6.500 Besuchern. Konkrete Pläne lägen hier jedoch noch nicht vor.

Grand National plant mehr Besucher und höhere Preisgelder

Während das Royal Ascot in diesem Jahr in Bezug auf die Besucher kleiner ausfallen soll als in der Vergangenheit, bereiten sich die Veranstalter des Grand National auf ein besonders großes Event vor. Wie die britische Fachzeitung Racing Post am Donnerstag berichtete, werde in diesem Jahr ein starker Besucheransturm erwartet.

Bis zu 70.000 Pferderenn-Fans – und damit die Maximal-Kapazität der Rennstrecke in Aintree – könnten dieses Jahr das Event live vor Ort verfolgen. Daher solle auch das Top-Preisgeld wie 2019 erneut auf 1 Mio. GBP angehoben werden.

2021 war dieses auf 750.000 GBP reduziert worden. Gewinnerin des Highlight-Rennens war im letzten Jahr die Jockette Rachel Blackmore auf dem nun bereits achtjährigen Wallach Minella Times.

Das dreitägige Event beginnt in diesem Jahr am Donnerstag, den 7. April mit dem Liverpool’s NHS Day, gefolgt vom berühmten Ladies Day am Freitag. Am Samstag, den 9. April hingegen findet das Highlight-Rennen Randox Grand National statt. Auch in diesem Jahr soll Gewinner Minella Times wieder am Start sein.

Buchmacher nehmen bereits jetzt erste Wetten an. Die Quoten variieren von 17 (Paddy Power) zu 21 (William Hill).