, 28.02.2020

Auf Anraten des irischen Gesundheitsministerium haben die Veranstalter des jährlichen Six Nations Rugby Turniers alle kommenden Spiele, in denen Irland gegen Italien antreten sollte, auf unbestimmte Zeit vertagt. Grund dafür ist das akute Auftreten zahlreicher Coronavirus-Erkrankungen im Norden des Landes.

 

Betroffen sind zunächst die Partien Irland gegen Italien (Männer am 7. März), Irland gegen Italien (Frauen am 8. März) und Irland gegen Italien (U20 am 6. März), die jeweils in verschiedenen Dubliner Stadien ausgetragen werden sollten.

 

Ebenfalls verschoben worden war bereits das Italien gegen Schottland Spiel der Frauen, welches am 23. Februar im Stadio Giovanni Mari im norditalienischen Legnano hätte stattfinden sollen.

Laut einem Bericht der italienischen Zeitung La Stampa sind in Italien 424 Menschen (Stand: 26. Februar) mit dem Coronavirus infiziert, 409 davon in den nördlichen Regionen des Landes. Zwölf Erkrankte sollen bislang an dem Virus gestorben sein, allesamt Personen höheren Alters oder mit Vorerkrankungen.

Fans müssen sich gedulden

Ob die restlichen Spiele, die im März in Italien ausgetragen werden sollen, ebenfalls verschoben werden, ist unklar. Am 14. März soll Italien in Rom auf England treffen (Männer), für den 15. März ist Italien gegen England (Frauen) in Padua geplant und ebenfalls am 15. März soll Italien in Verona gegen England (U20) antreten.

 

Wie die BBC am Donnerstag berichtete [Seite auf Englisch], könnten Zuschauer, die bereits Tickets erstanden haben, diese entweder gegen Erstattung zurückgeben oder für den Ersatztermin aufbewahren.

 

Die Veranstalter der Six Nations äußerten in einem offiziellen Statement ihr Verständnis bezüglich der behördlichen Entscheidungen:

Wir unterstützen sämtliche Vorsichtsmaßnahmen, die im Interesse der allgemeinen Gesundheit in Bezug auf das Coronavirus getroffen werden und respektieren die von den Regierungsbehörden und Gesundheitsorganisationen herausgegebenen Anweisungen. Six Nations wird auch weiterhin mit seiner medizinischen Beratergruppe in Verbindung bleiben.

Die irische Rugby Union Nationalmannschaft (IRFU) zeigte sich zunächst verärgert über die Vorsichtsmaßnahme, akzeptierte später aber dennoch die unbestimmte Vertagung ihrer Spiele.

 

Buchmacher passen sich an

Wer bereits Wetten auf die betroffenen Spiele abgeschlossen hat, wird sich ebenfalls gedulden müssen. Da noch kein Ersatztermin für die Partien festgelegt wurde, können aktuell noch keine neuen Wetten auf die Begegnungen Irland gegen Italien abgeschlossen werden.

 

Die allgemeinen Geschäftsbedingungen verschiedener Online Buchmacher legen in der Regel aber fest, dass Einsätze an die Kunden zurückgezahlt werden, falls ein Spiel auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

 

Wetten auf den Sieger des Turniers sind nach wie vor möglich. Frankreich gilt weiterhin als der klare Favorit (durchschnittliche Quote von 1,55). Wer hingegen auf Irland setzt, könnte dank der Quoten seinen Einsatz verzehnfachen.

 

Italien wird von den Buchmachern jedoch bereits nicht mehr als potentieller Sieger angeboten, da die bisher erzielten Punkte einen Sieg unmöglich zu machen scheinen. Wer sein Vertrauen hingegen noch auf Wales oder Schottland setzen möchte, könnte im Glücksfall das 200- oder 300-fache seines Einsatzes erhalten.

 

Für die Fans des Rugbys und die Buchmacher bleibt indes zu hoffen, dass nicht noch weitere Spiele aufgrund des Coronavirus ausfallen werden.