Montag, 16. Mai 2022

Schneller Ermittlungs­erfolg: Spielhallen­überfall von Schenefeld aufgeklärt

Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht Die Polizei Bad Segeberg vermeldet Erfolg bei Aufklärung von Spielhallenüberfall (Symboldbild Quelle:(ots) Polizei Mettmann)

Nach einem Spielhallenüberfall im schleswig-holsteinischen Schenefeld scheint den Ermittlern ein schneller Erfolg gelungen zu sein. Wie die Polizeidirektion Bad Segeberg gestern mitteilte, habe die Kriminalpolizei bereits einen Tag nach der Tat vom 13. April einen Verdächtigen festnehmen können. Zuvor hatte die Polizei bereits öffentlich nach dem offenbar modebewussten Täter gesucht.

Wohnungsdurchsuchung bei Tatverdächtigem

Laut Pressemeldung soll es am Ende ganz schnell gegangen sein. Nur rund 24 Stunden nach dem Überfall auf eine Spielhalle im an Hamburg angrenzenden Schenefeld sei es bereits zur vorläufigen Festnahme des mutmaßlichen Täters gekommen.

Zeugenbefragungen sowie intensive Ermittlungen hätten die Beamten auf die Spur des 32-Jährigen gebracht. Es folgte eine gerichtlich angeordnete Durchsuchung der Hamburger Wohnung des Verdächtigen. Hierbei seien die Fahnder auch auf zuvor von Zeugen beschriebene mutmaßliche Täterbekleidung gestoßen.

Noch auf der Suche nach Spielhallenräubern befindet sich die Polizei in Nordrhein-Westfalen. Am Osterwochenende war es sowohl in Leverkusen als auch in Hagen zu bewaffneten Überfällen auf Spielstätten gekommen.

Wie die Polizei Hagen mitteilt, habe ein Mann in der Nacht zum Sonntag einen geringen Betrag bei einem Überfall auf eine Spielhalle im nord-westlichen Stadtgebiet erbeutet. Bei dem Überfall habe der Mann einen Angestellten mit einer Schusswaffe bedroht. Danach sei der zwischen 25 und 30 Jahre alte Täter unerkannt geflüchtet.

Am Sonntagabend attackierten laut Polizei Köln zwei Männer einen Spielhallenangestellten im Leverkusener Stadtteil Wiesdorf, nachdem er ihnen auf ihr Klopfen hin die Tür geöffnet hatte. Mit Messern hätten sie die Herausgabe von Bargeld gefordert. Auch nach ihnen wird noch gefahndet.

 

Der Spielhallenüberfall hatte sich in den frühen Morgenstunden des 13. April nahe des Schenefelder Stadtzentrums ereignet. Noch am selben Tag bat die Polizei die Öffentlichkeit um Mithilfe. In der zugehörigen Pressemeldung beschrieb sie auch den Tathergang.

Gast verfolgt Räuber nach Spielhallenüberfall

Bei dem Überfall habe ein bis dato unbekannter Mann der Spielhallenaufsicht gegenüber behauptet, eine Waffe bei sich zu haben und sie zur Herausgabe des Kassenbestands aufgefordert.

Dann habe er mit dem Geld zur Flucht angesetzt. Hierbei habe ein Spielhallenbesucher versucht, sich ihm in den Weg zu stellen. Der Räuber habe dem 55-Jährigen daraufhin ins Gesicht geschlagen. Letzterer habe den Flüchtenden noch eine Weile verfolgt, ihn dann jedoch aus den Augen verloren.

Der eintreffenden Polizei gegenüber beschrieben die Zeugen den Mann als zwischen 20 und 25 Jahre alt. Der Täter sei schlank und ca. 187 m groß gewesen, mit blauen Augen und offenbar einer Affinität zu Markenbekleidung:

Zur Tatzeit trug er eine dunkelblaue Jacke der Marke Ralph Lauren mit einem roten Ralph Lauren Zeichen, ein schwarzes Shirt der Marke Calvin Klein und eine blaue Jeans.

Der Polizei zufolge befindet sich der Tatverdächtige seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Bereits in der Vergangenheit soll der Mann mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sein. Unter anderem habe er bereits eine Haftstrafe wegen Raubes verbüßt.