, 31.03.2020

Glücksspiel ist auch in Schweden sehr populär. Doch es scheint, als ob vielen Spielern aus dem skandinavischen Land das Angebot der legalen Glücksspielunternehmen nicht ausreicht. Dies legt das Ergebnis einer Studie nahe, der zufolge ein Drittel der Spieler online nach “nicht-lizenzierten Casinos“ recherchiert.

 

Wachsender Anteil der Suchen

So sei mit Beginn der im Jahr 2019 umgesetzten Glücksspielregulierung in Schweden der Anteil derjenigen Spieler kontinuierlich angestiegen, die nach Online-Alternativen zu den offiziell genehmigten Anbietern suchen.

In Schwedens Glücksspielbranche tummeln sich erst seit relativ kurzer Zeit private Anbieter. Im Dezember 2018 hatte Schwedens Glücksspielbehörde Spelinspektionen [Seite auf Englisch] erstmals Lizenzen an Glücksspielanbieter aus dem In- und Ausland vergeben. Ein wichtiger Grund für die Ausgabe der insgesamt 18 Genehmigungen war die Zurückdrängung des illegalen Glücksspiels, das in den Vorjahren trotz des Verbots dreistellige Millionenumsätze erwirtschaftet hatte.

Als Grund geben Experten an, dass die Beschränkungen des legalisierten Glücksspiels bei Spielern den Wunsch nach einem nicht regulierten Angebot wecken könnten. Zudem sei die aggressive Werbung der nicht-lizenzierten Anbieter für eine gesteigerte Neugierde der potentiellen Kunden verantwortlich.

 

Die Spelinspektionen-Vorsitzende Camilla Rosenberg erklärte:

Wenn wir eine Entscheidung über die Regulierung haben, werden wir die Entwicklungen weiter beobachten. Wenn sich herausstellt, dass weitere Maßnahmen nötig sind, werden wir diese ergreifen.

 

Legales Glücksspiel trotzdem dominant

Tatsächlich scheint der Recherche nach nicht-lizenzierten Anbietern jedoch nicht unbedingt zu einem Anstieg bei der Nutzung der entsprechenden Unternehmen zu führen. Dies legen Untersuchungen der Glücksspielaufsicht nahe, der zufolge die regulierten Anbieter weiterhin für 91 % der Umsätze im schwedischen Glücksspiel verantwortlich seien.

Diese Daten sind jedoch umstritten, denn das auf Glücksspiel spezialisierte Marktforschungsunternehmen H2 Gambling Capital stellte in einer Untersuchung im Jahr 2019 fest, dass der Anteil des legalisierten Bereiches eher bei 85 % läge.

 

Unabhängig von der genauen Zahl zeigen beide Untersuchungen jedoch, dass ein großer Anteil der rund 30 % nach Alternativen suchenden Spieler dem lizenzierten Glücksspiel in Schweden trotzdem weiterhin die Treue hält.

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