, 27.05.2020

In Spaniens Glücksspielsektor werden die Covid-19-bedingten Einschränkungen nach und nach gelockert. Um das Infektionsrisiko gering zu halten, stellt die zuständige Behörde Dirección General de Ordenación de Juego (DGOJ) jedoch Anforderungen, die über die allgemeinen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen hinausgehen.

 

Glücksspielgeschäfte in Shopping-Centern bleiben vorerst zu

Während vielerorts Geschäfte geöffnet werden und das Leben auf die Straßen und an die Strände zurückkehrt, muss eine Reihe stationärer Glücksspielgeschäfte in Spanien weiterhin geschlossen bleiben. Dies hat die DGOJ nun in einem Statement bekräftigt.

 

So sei es Spielhallen und sonstigen Glücksspieleinrichtungen trotz der am 16. Mai verfügten Lockerungen nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt, ihre Türen wieder für den Publikumsverkehr zu öffnen.

 

Deshalb hob die DGOJ in ihrem Statement hervor:

Ebenso können staatlich konzessionierte Glücksspielanbieter wieder für die Öffentlichkeit öffnen, mit Ausnahme jener, die sich in Einkaufszentren oder Gewerbeparks befinden und über keinen direkten, separaten Zugang von öffentlichen Straßen aus verfügen.

Einschränkung unabhängig von Art des angebotenen Glücksspiels

Zugleich betonte die Glücksspielbehörde, dass die Verordnung unabhängig von der Art des angebotenen Glücksspiels gelte. Aus diesem Grund seien sowohl Spielhallen und Wettbüros als auch Arkaden sowie Casinos und Bingo-Hallen von der Einschränkung betroffen.

Die Besitzer der betroffenen Geschäfte dürften letzte Woche neidvoll auf Lotto-Verkaufsstellen geblickt haben, denn die Geschäfte der staatlichen SELAE-Lotterie konnten erstmals seit zwei Monaten wieder Lose verkaufen. Auch die Shops der ONCE-Lotterie können hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, denn sie dürfen ab dem 15. Juni wieder öffnen.

Die Maßnahme trifft neben den Spielhallen vor allem die Wettbranche, die aufgrund der geschlossenen Geschäfte und weltweit abgesagter Sportveranstaltungen seit Monaten um ihre Existenz bangt.

 

So dürften viele Wettshops auch nach dem für den 8. Juni geplanten Neustart der spanischen Fußballsaison und der damit verbundenen Wetteinnahmen weiter in leere Kassen blicken, wenn sie den staatlichen Anforderungen nicht genügen.

 

Allerdings bleibt den Betroffenen noch ein Rest Hoffnung, denn die DGOJ gab zu verstehen, dass sie die weitere Entwicklung der Covid-19-Ansteckungsraten genau verfolge. Sollte sich die Situation weiter verbessern, könnten in Kooperation mit der Regierung zusätzliche Lockerungen beschlossen werden.

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