, 22.05.2020

Die schwedische Glücksspielaufsicht Spelinspektionen hat eine Reihe von Maßnahmen zur Verhinderung von Spielmanipulation entwickelt. Damit intensiviert die Behörde ihren Kampf gegen den Wettbetrug.

 

Keine Wetten in unterklassigen Ligen

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Beschränkung der Wetttätigkeit auf die oberen vier Fußballligen des Landes. Auf diese Weise wolle Spelinspektionen Wetten in unterklassigen Amateurligen verhindern, da die Gefahr der Spielmanipulation dort höher sei als in den finanziell besser ausgestatteten Ligen.

 

Grund dafür sei, dass Spieler im Amateurbereich deutlich anfälliger für monetäre Versprechungen der Wettmafia seien, die auf diese Weise versuche, Spiele zu ihren Gunsten zu manipulieren.

 

In einem Statement von Spelinspektionen heißt es:

Soweit beurteilt werden kann, bestehen im Angebot von Wetten in unteren Fußballligen große Risiken. Die Überwachung durch Sportverbände und Medien ist niedriger und die Athleten verdienen kein Geld, was sie anfälliger macht.

Um insbesondere jüngere Spieler vor der Betrugsgefahr zu schützen, solle es zudem nur noch möglich sein, auf Spiele ab der U21-Altersklasse zu setzen. Gleichzeitig sollen Wetten auf die aus Sicht der Glücksspielaufsicht besonders manipulationsanfälligen Freundschafts- und Trainingsspiele ganz verboten werden.

 

Darüber hinaus plane Spelinspektionen, die Regeln auf das Wettangebot von internationalen Fußballmatches auszuweiten, sodass in Schweden auch in diesem Bereich nur noch Wetten auf die höchsten Spielklassen erlaubt würden.

 

Wettbetrug eine große Gefahr für den Sport

Auslöser für die gesteigerte Aktivität der Glücksspielaufsicht sei, dass diese in den von Wettbetrügern arrangierten Manipulationen eine der größten Gefahren für die Integrität des Sports sehe. Das erklärten Vertreter von Spelinspektionen in einem in dieser Woche veröffentlichten Statement.

Damit die Richtlinien rechtskräftig werden, müssen sie von der EU-Kommission abgesegnet werden. Deshalb hat Spelinspektionen das Maßnahmenpaket über das Zentralamt für Außenhandel an die EU weitergeleitet. Behördenvertreter hoffen, dass die Prüfung innerhalb der nächsten drei Monate abgeschlossen werden kann. Im Falle einer Zustimmung könnte das Gesetz Anfang 2021 in Kraft treten.

Da der Fußball die meisten Fans anziehe und ein Großteil des Wettgeschäfts auf diesen Sport entfalle, habe die Behörde genau dort angesetzt, um den Wettbetrug wirksam einzudämmen.

 

Die Maßnahmen seien gleichzeitig ein Schutz für die Anbieter von Sportwetten, schließlich zählten diese ebenso zu den von den Betrügern Geschädigten.