Mittwoch, 28. September 2022

Spielbank Berlin ehrt Sportlerin des Jahres Elena Semechin

Gerhard Wilhelm Elena Semechin Gerhard Wilhelm von der Spielbank Berlin überreicht Elena Semechin die Auszeichnung. (Bild: spielbank-berlin.de)

Die Sportlerinnen und Sportler des Jahres, die durch ihre großen Leistungen besonders aufgefallen sind, sind diese Woche vom Publikum und Vertretern der Berliner Medien gewählt worden. Die Spielbank Berlin ehrte am Donnerstag an ihrem Standort am Kurfürstendamm die Para-Schwimmerin und Olympia-Gold-Siegerin Elena Semechin (geb. Krawzow) mit einer Doppelauszeichnung.

Semechin erhielt nicht nur den Publikumspreis „Champions – Berlins Sportler*innen des Jahres“, sondern auch den Manfred-von-Richthofen-Solidaritätspreis, der mit einer finanziellen Zuwendung der Spielbank Berlin in Höhe von 5.000 Euro verbunden ist.

Überreicht wurde der Preis vom Präsidenten des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Berlin (BSB), Özcan Mutlu. In seiner Laudation betonte Mutlu, Elena sei nicht nur eine außergewöhnliche Sportlerin, sondern auch ein wichtiges Beispiel des deutschen Behindertensports.

Semechin, die bereits seit 2019 von der Spielbank Berlin gesponsert wird, sprach ihren Dank für die Unterstützung der Fans und des staatlichen Glücksspiel-Betreibers aus:

Gerade in so schwierigen Zeiten ist es von großer Bedeutung, dass man sich auf die Partner verlassen kann. Die Spielbank Berlin stand und steht mit viel Engagement und Gefühl an meiner Seite. Das gibt mir viel Kraft und Zuversicht.

Optimismus trotz schwerer Schicksalsschläge

Die Spitzenschwimmerin, die durch eine Krankheit in ihrer Sehkraft stark eingeschränkt ist, hat mit außergewöhnlichen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Bereits in jungen Jahren gewann sie mehrere Titel.

Bei den Paralympics in Tokyo habe sie sich einen lang gehegten Traum erfüllen können, so die 28-Jährige. In diesem Jahr habe sie ein ständiges „Auf und Ab“ erlebt, sagte Semechin:

Es ging los mit Tokio, da war ich auf Wolke sieben. Nach zehn Jahren harter Arbeit endlich Gold gewonnen zu haben, war einfach eine Befreiung. Danach hatte ich eine schöne Zeit, bin rumgereist, war happy – bis dann die Diagnose kam.

Nach den Olympischen Spielen sei ein Gehirntumor festgestellt worden, der operativ habe entfernt werden müssen. Nun sollen noch Bestrahlung und Chemotherapie folgen.

Dennoch sei Semechin optimistisch, denn es habe in diesem Jahr auch viele Glücksmomente gegeben. Sie habe ihren Trainer und Traummann Phillip Semechin geheiratet, sei Paralympics-Siegerin geworden und darüber hinaus noch Para-Sportlerin des Jahres.

Die Sportlerinnen und Sportler des Jahres

Neben Elena Semechin konnte sich auch der Wasserspringer Patrick Hausding über den Preis freuen. Der 32-jährige Ausnahmesportler erhielt bereits zum vierten Mal diese Auszeichnung.

Die Ehrung fand dieses Jahr nicht im Rahmen einer Gala statt, sondern aufgrund der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen rein digital. Das Video zeigt die Champions 2021:

Gleich doppelter Jubel dürfte bei dem 1. FC Union Berlin herrschen, denn der Club wurde nicht nur zur „Mannschaft des Jahres 2021“ gewählt, auch ihr Trainer Urs Fischer erhielt die Auszeichnung „Trainer des Jahres 2021“.

Den Sonderpreis erhielt Prof. Dr. Bernd Wolfarth, der Leiter der Sportmedizin der Charité Berlin und Leitende Olympiaarzt des Deutschen Olympischen Sportbundes.