, 20.01.2020

Die britische Glücksspiel-Aufsichtsbehörde UKGC hat am Freitag eine Warnung an die in Großbritannien lizenzierten Online Glücksspielbetreiber gesendet. Die Unternehmen sollen überprüfen, ob ihre Spiele die erforderlichen Standards in Bezug auf Transparenz und Sicherheit erfüllen.

 

Die UKGC gab bekannt, diese Ermahnung [Seite auf Englisch] sei veröffentlicht worden, nachdem die Behörde entdeckt habe, dass sechs Betreiber Produkte mit verbotenen Funktionen anböten. Dabei soll es sich um die in einigen Online Spielautomaten integrierte Bonus-Kauf-Option, das sogenannte „Feature Buy-in“, handeln.

Wie funktioniert die Feature Buy Option beim Automatenspiel?

 

Viele Online Spielautomaten bieten Bonusspiele, zum Beispiel in Form von Freispielen, die sich als lukrativ erweisen können. Bei einigen Spielen gibt es eine Kauf-Option, die die sofortige Aktivierung der Bonusfunktion ermöglicht, ohne das Spiel zu spielen.

 

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Bonus-Kauf-Option verspricht hohe Auszahlungen beim Automatenspiel. (Bild: youtube.com)

 

Allerdings ist der Erwerb des Zugangs zum Bonusspiel bis zu 100-mal kostenintensiver als der Einsatz, der beim Basisspiel getätigt wird. Diese hohen Einsätze könnten dazu führen, dass die Spieler weitaus mehr Geld in ihr Spiel investieren, als sie ursprünglich geplant hatten.

 

Bekannte Spiele mit der Bonus-Kauf-Option sind unter anderem Book of Gods und White Rabbit von Big Time Gaming.

Das UKGC sagte, dass eines dieser Spiele “mehr als 3.000 GBP” in Rechnung stelle, um den Zugang zum Bonusangebot zu beschleunigen. Inzwischen hätten alle sechs betroffenen Betreiber das Feature-Buy-in-Element aus ihren Spielen entfernt.

 

Dennoch wolle die UKGC alle Lizenznehmer daran erinnern, dass die vorgegebenen technischen Standards es untersagten, Kunden aktiv zur Erhöhung ihrer Einsätze zu ermutigen.

 

Maßnahmen zum Spielerschutz in Großbritannien

Wie die UKGC bereits bestätigt hat, werden in diesem Jahr eine Reihe neuer Maßnahmen auf dem britischen Glücksspielmarkt eingeführt. Eine davon ist ein nahezu vollständiges Verbot von Kreditkartenspielen, das ab dem 14. April gelten soll.

 

In einer weiteren Erklärung soll die Glücksspielkommission Medienberichten zufolge die Gründung einer Arbeitsgruppe geplant haben, die weitere Maßnahmen zur Verringerung des Risikos entwickeln soll.

 

Die Gruppe soll sich aus Vertretern der Glücksspielunternehmen GVC Holdings, Playtech, Scientific Games und Sky Betting & Gaming (SBG), dem Tochterunternehmen von The Stars Group, zusammensetzen.

 

Aus bisher unbekannten Gründen soll die Ankündigung kurze Zeit später wieder von der offiziellen Webseite der britischen Glücksspielkommission gelöscht worden sein.