, 22.10.2020

Das Bezirksgericht von Clark County in Las Vegas hat am Dienstag die Verleumdungsklage des Sahara Hotels & Casinos gegen den Betreiber des Blogs Vital Vegas zurückgewiesen.

 

Das Casino hatte im August gegen Scott Roeben geklagt, da dieser Gerüchte über die Schließung des Anwesens verbreitet habe. Der Blogger berief sich daraufhin auf sein Recht auf freie Meinungsäußerung.

 

In der Klage des Casino-Betreibers Las Vegas Resort Holdings habe es laut News3lv geheißen, dass das Unternehmen aufgrund des Blog-Artikels mit Problemen konfrontiert gewesen sei.

 

Mitarbeiter seien verunsichert gewesen, Kunden hätten ihre Reservierungen stornieren wollen und ihr Geld zurückverlangt. Daher forderte das Unternehmen eine Entschädigung von 15.000 USD.

 

Spekulationen sind keine Meinungsfreiheit

Die Anwälte des Sahara äußerten nach der Abweisung der Klage gegenüber dem Las Vegas Review Journal [Seite auf Englisch] ihre Enttäuschung. Die Berichterstattung über eine unbestätigte Information zeige, dass Roebens Artikel nicht für den Erhalt sachlicher, nützlicher oder glaubwürdiger Informationen herangezogen werden könne, sagte Kelly Frey, Sprecherin von Sahara.

 

Frey führte aus:

Während wir den Ersten Verfassungszusatz voll und ganz unterstützen und an das Recht auf freie Meinungsäußerung glauben, sind wir auch der Meinung, dass es wichtig ist, dass diejenigen, die einer journalistischer Tätigkeit nachgehen, verantwortungsbewusst handeln.

Las Vegas Resort Holdings sei weiterhin der Meinung, dass das Verhalten von Herrn Roeben nicht gut für die Branche oder die Gemeinschaft sei, der er zu dienen glaube. Das Sahara Las Vegas werde auch künftig in Betrieb bleiben.

 

Keine Hirngespinste

Roeben erklärte gestern auf Twitter, dies sei ein Sieg gegen ein Vorgehen, bei dem eine Seite vor Gericht klage, um missliebige Stimmen mundtot zu machen. Die Meinungsfreiheit sei den Kampf wert.

 

Er habe auch nie vorgetäuscht, ein „traditioneller Journalist“ zu sein. Vielmehr sei er jemand mit zahlreichen Verbindungen in der Stadt, der gerne etwas von dem, was er höre, in die Öffentlichkeit bringe.

 

Roeben sagte bereits im August, als die Klage eingereicht wurde:

Diese Dinge sind nicht aus der Luft gegriffen. Oft kommen die Informationen von den Casino-Mitarbeitern selbst. Sofort den Weg einer Klage zu beschreiten, ist für mich ein rotes Tuch. Dies war ein Gerücht und ich habe es als Gerücht dargestellt. Das ultimative Ziel dieser Klage ist es, mich ruhig zu halten, aber ich werde nicht die Klappe halten.

Es sei immer noch nicht klar, ob das Sahara schließen werde. Roeben sagte, die Details für seinen Beitrag stammten aus einer Quelle, die mit den internen Abläufen des Sahara vertraut sei, die er aber nicht preisgeben könne.

 

Zudem könne jeder, der das Casino betrete, selbst sehen, dass es Probleme gebe. Es seien kaum Kunden da. COVID-19 habe die Schwierigkeiten noch verschärft.

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