, 24.05.2021

Derzeit warnt die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein vor falschen Lotto-Gewinnversprechen. Zurzeit seien vermehrt Trickbetrüger unterwegs, die vorrangig Senioren mit falschen Gewinnversprechen und anderen Betrugsmaschen um ihr Geld brächten. Insgesamt hätten die Opfer in diesem Monat allein in Mecklenburg fast 50.000 Euro an die Betrüger verloren.

 

Bankmitarbeiterinnen verhindern Betrugszahlungen

 

Im mecklenburgischen Waren sei nach Angaben der Polizei einer Bankmitarbeiterin der Betrug mit falschen Gewinnversprechen aufgefallen. Eine Kundin habe dort einzelne Überweisungen getätigt, deren Gesamtwert sich auf 7.500 EUR belaufe.

 

Darauf angesprochen hätte die Bankkundin erklärt, seit April Anrufe von einem Herrn Dr. Baumann erhalten zu haben. Dieser habe sich als Mitarbeiter der Lotterie „6 aus 49“ aus der Schweiz ausgegeben und der Frau einen Gewinn in Höhe von 58.900 EUR in Aussicht gestellt. Um diesen zu erhalten, so der Anrufer, sei aber zunächst die Zahlung mehrerer hoher Beträge nötig.

 

Mit falschen Gewinnversprechen sei auch eine 91-jährige Frau aus Stavenhagen um Teile ihres Vermögens gebracht worden. Auch in diesem Fall sei einer Bankmitarbeiterin die ungewöhnliche Überweisung aufgefallen und sie habe weitere Zahlungen an die mutmaßlichen Betrüger verhindern können. Bis dahin seien allerdings schon 4.000 EUR in deren Taschen geflossen.

 

Die Polizei warnt angesichts der aktuellen Betrugswelle:

Seien Sie weiterhin misstrauisch. Geben Sie niemals am Telefon familiäre oder finanzielle Verhältnisse preis und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Vergewissern Sie sich immer bei ihren Angehörigen, ob es stimmt, was der Anrufer vorgibt. Legen Sie sofort auf, sobald jemand am Telefon Geld fordert!

Der Leiter der Polizeiinspektion Gunnar Mächler habe Medien gegenüber erklärt, im Kreis Greifswald laufe zudem eine Aufklärungsaktion speziell für Senioren.

 

Lotto-Betrugsmaschen in Schleswig-Holstein

 

In Schleswig-Holstein warnen die Husumer Nachrichten aktuell vor einer weiteren Lotto-Betrugsmasche. Eine Schwabstedterin habe sich an die Journalisten gewandt, nachdem eine „mysteriöse Postkarte“ in ihrem Briefkasten gelandet sei. Diese verspreche einen Gewinn in Höhe von 120.000 Euro.

 

Auf einen Anruf unter der auf der Postkarte angegebenen Telefonnummer habe sich eine Frau mit der Angabe „Staatliche Lotterie-Einnahme“ gemeldet. Um bei der Lotterie zu gewinnen, sei die auf der Postkarte angegebene Referenznummer entscheidend:

Wenn die am 31. Mai gezogen wird, haben sie gewonnen.

Sollte es mit dem Gewinn nicht klappen, könne sie jedoch auch ab sofort 77,90 Euro monatlich einzahlen und sich damit Gewinnchancen sichern. Die Anruferin habe daraufhin erklärt, dass ihr dies zu teuer wäre. Daraufhin hätte die mutmaßliche Lotterie-Mitarbeiterin ein Alternativangebot von 62,90 Euro monatlich unterbreitet.

 

Wie Kerstin Heidt von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein erklärte, seien solche Gewinnversprechen vor allem von älteren Menschen nur schwer einzuordnen. Sie könnten seriöse Angebote häufig nur schwer von betrügerischen unterscheiden. Auch die Kripo Husum warnt davor, sich auf derartige Abo-Angebote einzulassen. Sei erst einmal ein Vertrag zustande gekommen, würden fällige Beträge oft aggressiv von Inkasso-Unternehmen eingetrieben.

 

Wer dennoch in die Abofalle getappt sei, finde bei der Verbraucherzentrale Musterbriefe, um aus dieser wieder herauszukommen.

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