Sonntag, 02. Oktober 2022

Weltfrauentag: Glücksspiel-Größen setzen Zeichen gegen Diskriminierung

Frau Bodypainting Regenbogen Viele Akteure der Glücksspiel-Industrie beteiligen sich an einer Kampagne zum Weltfrauentag (Quelle: unsplash.com/Sharon McCutcheon)

Am kommenden Dienstag wird der von der UN ausgerufene jährliche Weltfrauentag (oder Internationale Frauentag) begangen. Auch Akteure aus der Glücksspiel-Industrie nehmen den 8. März zum Anlass, ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Frauen zu setzen.

So erklärt unter anderem der Sportwetten-Dachverband International Betting Association (IBIA) im Rahmen der Aktion #BreakTheBias: „Genug ist genug“. Zuvor hatten sich bereits weitere Branchenschwergewichte zu der Kampagne bekannt, die sich explizit gegen sexistische Vorurteile sowie für Inklusion und Diversität einsetzt.

Weltfrauentag: Glücksspiel-CEOs für Gleichberechtigung

In dieser Woche teilte die IBIA unter anderem via Twitter mit, sich der branchenweiten Aktion #BreakTheBias (sinngemäß „Schluss mit den Vorurteilen“) anlässlich des Weltfrauentages angeschlossen zu haben.

In einem rund anderthalbminütigen Kampagnen-Video positionieren sich führende Köpfe der Glücksspiel-Branche klar gegen die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz.

Zu Wort kommen mit Peter Jackson, Khalid Ali, Gustaf Hagman, Martina Åkerlund, Nigel Birrell und Fredrik Emqvist die CEOs von Flutter, der IBIA, LeoVegas, Triggy, Lottoland sowie Yggdrasil. Sie zeigen in den vergangenen zwei Monaten anonym eingereichte Aussagen von weiblichen Angestellten, die Opfer sexistischer Behandlung durch Männer wurden.

Unter anderem sei einer Frau mitgeteilt worden, dass sie keine Chance auf Beförderung habe, weil es sich bei der Führungsetage um einen „Boys Club“ handele. Eine andere sei mit den Worten „gelobt“ worden, dass sie sich „für eine Frau“ gut anstelle.

Der erste offizielle Weltfrauentag fand am 19. März 1911 statt. Ins Leben gerufen wurden er von sozialistischen Organisationen, die sich im Rahmen der Frauenbewegung unter anderem für das Wahlrecht für Frauen und weitere Gleichberechtigung einsetzten. Seit 1921 gilt der 8. März als Weltfrauentag. In Deutschland war der Welttag zwischen 1933 und 1945 offiziell verboten. Gleichzeitig wurde der Muttertag als offizieller Feiertag eingeführt. 1975 rief die UN den 8. März als „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ aus.

In teils persönlichen Worten verurteilen die Führungskräfte derartige Behandlung von Frauen scharf. Es sei an der Zeit, den Arbeitsplatz zu einem sicheren und diskriminierungsfreien Raum zu machen. Weiter versprechen sie Betroffenen uneingeschränkte Unterstützung.

Breites Bündnis bemüht sich um Wandel

Verantwortlich für die Aktion #BreakTheBias ist das „All-In Diversity“-Projekt. Der 2017 in den USA gegründete Zusammenschluss setzt sich eigenen Angaben zufolge für den Ausbau von Diversität, Inklusion und Gleichstellung am Arbeitsplatz innerhalb der Glücksspiel-Industrie ein.

Unterstützt wird das Projekt von einer Vielzahl von Akteuren aus der Branche, darunter diverse Konzerne, Dachverbände unterschiedlicher Sparten, Entwickler und die Glücksspiel-Aufsicht Malta Gaming Authority.

Zur Erreichung ihrer Ziele stellt die Non-Profit-Organisation laut Webseite [Seite auf Englisch] verschiedene Instrumente zur Verfügung, veranstaltet Events und Workshops und erstellt Whitepapers für die Branche. Einmal jährlich erscheint der „All-Index“, in dem die Verantwortlichen umfangreiche Daten zum Fortschritt der Industrie in besagten Bereichen auswerten.

Im Rahmen der Frauentags-Kampagne #BreaktheBias erklären die Verantwortlichen:

Es ist an der Zeit zu sagen: "Genug ist genug". Als Branche können wir es uns nicht länger leisten, die Augen vor Sexismus, Voreingenommenheit, Belästigung und Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz zu verschließen. Wir haben die Wahl.

Wie erfolgreich die Aktion der Glücksspiel-Branche zum Weltfrauentag sein wird, bleibt jedoch dahingestellt. Eine der Kampagne angegliederte Unterschriftenaktion auf der Plattform change.org zeigt deutlich Luft nach oben.

In der Petition fordert „All-In Diversity“-Co-Gründerin Kelly Kahn Glücksspiel-Organisationen auf, sich zu den Zielen von #BreakTheBias zu bekennen. Seit ihrer Erstellung vor zwei Monaten wurde die Kampagne 69-mal unterzeichnet.