, 03.10.2021

Unter dem #equalesports setzt sich die Deutsche Telekom ab sofort für mehr Teilhabe und Gleichberechtigung in den Bereichen E-Sport und Gaming ein. Dies gab das Unternehmen in dieser Woche im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Gemeinsam mit der E-Sport-Organisation SK Gaming und der Sportstiftung esports player foundation wolle der Telekommunikationsanbieter „einen sicheren Ort und ein positiv-geprägtes Umfeld“ für weibliche und nicht-binäre Gamer schaffen und diese so bis an die Weltspitze ihres Sports begleiten.

 

Frauen im Profi-E-Sport deutlich unterrepräsentiert

 

Laut Jahres-Report der deutschen Games-Branche 2021 wird das Publikum für Computer- und Videospiele stetig weiblicher. Im Jahr 2020, so der Bericht des Verbandes der Games-Branche game, seien 48 % der Spielenden weiblich gewesen. Laut in dieser Woche veröffentlichtem Telekom-Statement liege der Anteil weiblicher Profis im E-Sport Schätzungen zufolge dennoch nur bei rund 5 %.

 

Um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken, sollen nun unter dem #equalesports eine Reihe von Förderungsmaßnahmen für mehr Diversität und Inklusion beim Gaming sorgen. Gemeinsam mit der esports player foundation und SK Gaming habe die Telekom das Ziel, Frauen die Möglichkeit zu geben, ihrer Gaming-Leidenschaft auch auf Profi-Niveau und ohne Hemmnisse wie Ausgrenzung und Diskriminierung nachzugehen.

 

So erklärte Michael Hagspihl, SVP Global Strategic Projects and Marketing Partnerships der Telekom, am Donnerstag:

Wir wollen die Gamingszene nachhaltig prägen und eine Kultur schaffen, in der alle Spieler*innen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Kultur oder sozialem Status ihren Traum leben können. Mit SK Gaming und der esports player foundation haben wir zwei erfahrene und starke Partner an unserer Seite. Ziel ist es, gemeinsam mit eigenen Programmen die Diversität in der Gaming-Community voranzutreiben.

Erstes rein weibliches LoL-Profi-Team

 

Im Rahmen des #equalesports werde laut Telekom mit dem Profi Female Team die erste rein weibliche Profi-Mannschaft des E-Sport-Klassikers League of Legends (LoL) in Deutschland entstehen.

 

Das neu ins Leben gerufene Female Player Program diene insbesondere der Förderung junger Talente. So sollen Gamerinnen dabei unterstützt werden, sich auch neben Schule, Ausbildung und Beruf eine Karriere im E-Sport aufzubauen. In diesem Rahmen werde es künftig auch die Möglichkeit geben, tägliches In-Game-Coaching, Ernährungs- und sportpsychologische Beratung sowie Fitnesstraining in Anspruch zu nehmen.

Bereits vor drei Wochen hatte SK Gaming den Launch eines neuen Programms namens Project Avarosa bekanntgegeben. Ziel sei das Scouting und die Förderung eines LoL-Teams bestehend aus weiblichen und nicht-binären Personen in einem sicheren Umfeld und unter bestmöglichen Voraussetzungen.

Für die Steuerung des Programms sei der Equal eSports Council zuständig. Das Gremium aus 13 Spitzen-E-Sportlerinnen arbeite „mit einem Netzwerk starker Frauen aus der Wirtschaft“ zusammen. Zudem engagierten sich die Szenegrößen, zu denen unter anderem Melly, Miss Rage, Anna Baumann und Kristin Banse gehörten, auch als Mentorinnen für ihre Schützlinge.

 

Mit #equalesports tragen die Deutsche Telekom und ihre Partner den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung, die zweifelsohne auch Teil des bislang stark männerdominierten E-Sports sind. Wann genau das erste deutsche rein weibliche LoL-Profi-Team an den Start gehen könnte, ist bis dato jedoch noch nicht klar.