Samstag, 01. Oktober 2022

WestLotto: Rekord­investition von 48 Mio. EUR in Annahme­stellen geplant

Andreas Kötter, Geschäftsführer von WestLotto Der WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter betont die Bedeutung der stationären Lotto-Annahmestellen. (Bild: WestLotto/Geschäftsführer Andreas Kötter)

Westlotto, der staatliche Lotto-Anbieter Nordrhein-Westfalens, plant, bis zum Jahr 2026 rund 48 Mio. EUR in den stationären Vertrieb zu investieren. Wie WestLotto am Donnerstag bekanntgab, solle damit das Lotto-Erlebnis verbessert werden.

Ziel sei es, die 3.200 Lotto-Annahmestellen in Nordrhein-Westfalen zu stärken. Das Investitionspaket in absoluter Rekordhöhe setze ein deutliches Zeichen für die Zukunft der stationären Annahmestellen.

Der Geschäftsführer von WestLotto, Andreas Kötter, erklärte:

Mit diesem nie dagewesenen Investitionspaket für Vertriebsmaßnahmen setzen wir ein Zeichen für die gemeinsame Zukunft WestLottos und der Annahmestellen. Wir stärken damit die WestLotto-Annahmestellen in Nordrhein-Westfalen als das wichtigste Bindeglied zu unseren Kunden.

Zudem wolle WestLotto seine Vertriebspartner mit den Investitionen an der Preisanpassung im vergangenen Jahr beteiligen. Welche Maßnahmen genau durchgeführt werden sollen, habe sich bereits im Jahr 2020 bei einer Befragung der Betreiber der Annahmestellen gezeigt.

Einer Umfrage von WestLotto zufolge seien die Annahmestellen das wichtigste Bindeglied zwischen der Lotto-Gesellschaft und den Spielern sowie Spielerinnen. Zwar würden die Lotto-Produkte auch online oder per App gespielt, 90 % der Kundinnen und Kunden gäben ihren Tipp jedoch in der Annahmestelle ab. Im Juni 2020 hätten 87 % von ihnen im Rahmen der Erhebung ausgesagt, mit ihrer Annahmestelle zufrieden bis sehr zufrieden zu sein. Gar nicht zufrieden seien nur 1 % der befragten Tipperinnen und Tipper gewesen.

Die Annahmestellen selbst hätten sich ebenfalls positiv geäußert. Von ihnen seien 77 Prozent mit der Zusammenarbeit mit WestLotto zufrieden. Bei der Kundenansprache fühlten sich 86 % gut von der Lotto-Gesellschaft unterstützt.

Dem festgelegten Maßnahmenbündel seien intensive Gespräche und Verhandlungen mit den Vertriebspartnern vorausgegangen.

Investitionen ins Marketing geplant

Das Investitionspaket umfasse WestLotto zufolge Prämien für Serviceleistungen. Zudem soll in das Internet-Marketing investiert werden, um die Sichtbarkeit der Annahmestellen dort zu erhöhen. Doch nicht nur die digitale, sondern auch die analoge Präsenz wolle WestLotto optimieren.

So erhielten die Annahmestellen künftig einen neuen Ladenbau. Die Modernisierung der entsprechenden Module habe bereits begonnen. Mit ersten Ergebnissen dahingehend sei ab Sommer 2022 zu rechnen.

WestLotto konzentriert sich allerdings nicht nur auf die Weiterentwicklung im stationären Verkauf. Im Sommer hatte das Unternehmen bereits erklärt, sich mithilfe von verschiedenen Start-ups für die digitale Zukunft zu rüsten. Eine Maßnahme sei dabei zum Beispiel die Nutzung des Chatbots des Start-ups LoyJoy.