Donnerstag, 06. Oktober 2022

Westspiel: Kartell­behörden genehmigen millionen­schweren Casino-Verkauf

Spielbank Hohensyburg

Der millionenschwere Verkauf des Casino-Betreibers Westspiel an die Gauselmann Gruppe scheint abgeschlossen. Wie der Glücksspielkonzern am Donnerstag mitteilte, legten die zuständigen Kartellbehörden keinen Widerspruch gegen das im Juli beendete Vergabeverfahren ein. Zuvor hatte die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen dem Landtag gegenüber angegeben, für den Verkauf einen Erlös in Höhe von 141,8 Mio. Euro erhalten zu haben.

Übernahme zum 1. September 2021

Nach Angaben von NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) sei der Vertrag zum 1. September von beiden Partien unterzeichnet worden. Nach der zuvor erteilten kartellrechtlichen Freigabe sei die offizielle Übernahme durch Gauselmann zum selben Datum erfolgt.

Unternehmensgründer und Vorstandssprecher Paul Gauselmann erklärte in einem Statement:

Wir freuen uns darauf, die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Unternehmen begrüßen zu können. Gemeinsam werden wir die Spielbanken in NRW noch erfolgreicher ausrichten.

Das Unternehmen habe die Zeit zwischen Zuschlag und Freigabe durch die Kartellbehörden genutzt, um die Integration der Westspiel-Casinos vorzubereiten, so David Schnabel, Geschäftsführer der Merkur Spielbanken.

Schnabel führte weiterhin aus:

Neben den technischen und organisatorischen Aspekten lag der Fokus dabei insbesondere auf der persönlichen Vorstellung des Managements bei den Kolleginnen und Kollegen in den Spielbankstandorten sowie der Zentrale in Duisburg.

Nun werde der Dialog zwischen Gauselmann und den Mitarbeitern von Westspiel weiter intensiviert. Aus diesem Grund seien Begrüßungsveranstaltungen für alle neuen Kolleginnen und Kollegen im Schulungszentrum auf Schloss Benkhausen geplant.

Betrieb von bis zu sechs Casinos in NRW

Durch die Übernahme erhält die Gauselmann Gruppe die Kontrolle über die vier in NRW beheimateten Westspiel-Spielbanken. Diese sollen künftig unter dem Logo der Gauselmann-Marke Merkur betrieben werden. Darüber hinaus besteht für den Glücksspielkonzern die Möglichkeit, in Zukunft zwei weitere Casinos in dem Bundesland zu eröffnen.

Die beiden in Bremen und Bremerhaven gelegenen Westspiel-Standorte waren nicht Bestandteil des Deals. Diese sollen nach Willen des Bremer Senates von der landeseigenen Bremer Toto und Lotto GmbH übernommen werden.