, 30.11.2020

Die Krypto-Wettplattform mia.bet hat gestern das erste hamsterbetriebene Murmelrennen Mia & the Marbles veröffentlicht. Das Konzept ist einfach: Über ein von Hamsterdame Mia angetriebenes Laufrad werden sieben farbige Murmeln über einen Parcours geschossen. Ähnlich wie beim Pferderennen können Spieler auf den Zieleinlauf der Murmeln wetten.

 

Entwickler versprechen faire Wetten

 

Mia & the Marbles ist von einem unabhängigen Programmierer-Team entwickelt worden. Um bei den Murmelrennen teilnehmen zu können, müssen User im Besitz der Kryptowährung Ethereum sein, mit der gewettet wird. Gestartet wird ein neues Rennen immer dann, wenn das Hamsterweibchen Mia 2 Kilometer auf dem Laufrad zurückgelegt hat.

 

Um Kunden Transparenz zu bieten, würden die Murmelrennen allesamt live im Internet übertragen, habe die Entwickler-Gruppe gegenüber dem Newsportal Cointelegraph [Link auf Englisch] bestätigt:

Wir garantieren, dass die Rennen nachweislich fair, nachweislich live und leicht verifizierbar sind. Wir können garantieren, dass die Rennen in Echtzeit stattfinden und nicht vorab aufgezeichnet werden. Wir machen das mit unserem überprüfbaren Live-Videostream (…). Wir haben die Idee von Blockchain-Glücksspielprojekten immer geliebt. Leider ist Betrug im wenig regulierten Krypto-Raum keine Seltenheit.

Um die Zufälligkeit der Spielergebnisse zu gewährleisten, hätten die Erfinder ein weiteres Sicherheitselement hinzugefügt. Drei bewegliche Kreisel, die sich auf dem Parcours befänden und ebenfalls durch die Laufbewegung des Zwerghamsters in Betrieb gesetzt würden, beeinflussten die Laufrichtung der Murmeln beliebig und bestimmen so über den Ausgang der Rennen.

Im Zusammenhang mit Crypto-Wetten kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Skandalen. Hintergrund ist, dass die Wetten mit Crypto-Währungen in vielen Ländern nicht reguliert und als illegal angesehen werden. Bei einem der bislang größten Skandale war die Polizei in China im Sommer 2018 gegen einen Crypto-Sportwettenanbieter vorgegangen, der Wetten im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar angenommen haben soll.

Ein Problem für den Tierschutz?

 

Laut den Erfindern des Murmelrennens ergäben sich für die Hamsterdame Mia keine Nachteile, wenn sie täglich mehrere Kilometer im Laufrad zurücklege. Das Tier bekomme „Liebe, Futter, Wasser und viel Raum“, heißt es auf der Webseite von mia.bet.

 

Das häufiges Laufen für einen Hamster keine Gefahr darstelle, meldet auch die britische Tierschutzorganisation Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA). Hamster könnten allein nachts bis zu 8 Kilometer laufen, so die Tierschützer.

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