, 25.03.2020

Das Online-Glücksspiel erlebt weltweit Zulauf und wird voraussichtlich schon im Jahre 2024 global mehr als 60 Milliarden US-Dollar in die Kassen der Anbieter spülen. Doch auch für Entwicklungsländer könnte der Markt Chancen bereithalten. So womöglich für Simbabwe, wo Armut und Korruption den Alltag vieler Menschen bestimmen.

 

Wie die simbabwische Tageszeitung Newsday.co.zw berichtet (Link auf Englisch), habe die Online-Glücksspielindustrie das Potential, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln. Hierzu brauche es allerdings Gesetze, um die Branche zu regulieren.

 

Landbasiertes Glücksspiel ist in dem südafrikanischen Land legal. Es gibt jedoch keinerlei Vorschriften, die das Online-Glücksspiel regeln.

So wird Glücksspiel in Zimbabwe reguliert

Glücksspiel wird in Zimbabwe vom Lotteries and Gambling Board reguliert, welches für Kontrolle und Überwachung der inländischen Glücksspielindustrie verantwortlich ist und außerdem Glücksspiellizenzen vergibt. Rechtliche Grundlage für die Durchführung des landbasierten Glücksspiels ist der Lotteries and Gambling Act aus dem Jahre 2000.

Bürger spielen ohne Regeln

 

Obgleich Online-Glücksspiel längst in Simbabwe angekommen ist, befindet sich der Markt in einer Grauzone. So werden Online-Casino-Spiele und Online-Sportwetten von Firmen mit Sitz im Ausland angeboten, beaufsichtigt werde das Online-Glücksspiel aber nicht.

 

Verlierer sei laut Medien vor allem der Staat, der in Simbabwe zwar 10 % Steuern auf Wettgewinne und 15 % Abgaben auf Gewinne in landbasierten Casinos verlange, das Online-Glücksspiel aber vollkommen unversteuert belasse.

 

Dies müsse sich ändern, um die Ökonomie zu stabilisieren und Anreize für lokale Glücksspielunternehmer zu schaffen, so der Newsday-Bericht:

„Wie in Großbritannien gezeigt wurde, wird eine strenge Regulierung den Markt nicht dämpfen und ein kontrolliertes und verantwortungsbewusstes Wachstum des Online-Glücksspiels ermöglichen. Kurzfristig würde dies die Anzahl der Offshore-Anbieter, die den Markt bestimmen, reduzieren und gleichzeitig das Wachstum von Unternehmen mit Sitz im Inland fördern. Ein guter erster Schritt wäre es, hohe Steuersätze auf ausländische Unternehmen, die in Simbabwe tätig sind, zu erheben und die potenziellen Steuersätze für inländische Anbieter zu senken.“

 

Ob die Regierung zeitnah Maßnahmen zur Regulierung des Online-Glücksspiels ergreifen wird, ist derzeit jedoch unwahrscheinlich. Wie in vielen Teilen der Welt bestimmt auch in Simbabwe das Coronavirus im Augenblick das politische Geschehen.

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