, 31.08.2020

Eine Frau aus Arizona wurde verhaftet, weil sie Bargeld und Wertgegenstände im Wert von rund 1 Million US-Dollar von Pokerprofi Antonio Esfandiari und dessen Vater gestohlen haben soll. Wie das Las Vegas Review-Journal [Link auf Englisch] am Freitag berichtet hat, handele es sich bei der Tatverdächtigen um die 46-jährige Svitlana Silva, eine ehemalige Lebensgefährtin von Esfandiaris Vater Bejan.

 

Esfandiari, der mit Gewinnen in Höhe von mehr als 27,8 Millionen US-Dollar zu den weltweiten Bestverdienern im Turnierpoker gehört, hatte den Diebstahl bereits Mitte Juli angezeigt.

Antonio Esfandiari gilt als einer der Stars des Pokerbooms in den frühen 2000ern. Seinen Spitzennamen „The Magician“ erhielt der gebürtige Iraner, weil er vor seiner Pokerkarriere als Magier in Las Vegas arbeitete. Seinen größten Turniererfolg feierte Esfandiari im Jahre 2012, als er das „Big One for One Drop“-Event mit einem Hauptpreis von 18,34 Millionen US-Dollar gewann.

Diebin hatte Zugang zum Safe

 

Laut dem Review-Journal hätten Esfandiari und dessen Vater den Diebstahl nach einem Ausflug im Juli bemerkt. In dem Safe in der gemeinsamen Wohnung hätten nicht nur Bargeld, sondern auch teure Uhren, Schmuck sowie Pokerchips im Gesamtwert von ca. 1 Million US-Dollar gefehlt.

 

Gegenüber der Polizei hätte das Vater-Sohn-Duo angegeben, dass auch Silva Zugang zu der Wohnung gehabt habe. Sie habe dort phasenweise mit Bejan Esfandiari zusammengelebt, wie es in einem Polizeireport heißt:

„Silva und Bejan lebten für Monate in einer unsteten Beziehung. Sie wurde in der Eigentumswohnung bei mehreren Gelegenheiten allein gelassen.“

Zugang zu dem Tresor habe sie über Bejans iPhone und Tablet erhalten, die einen ähnlichen Zugangscode wie die Schlafzimmertür und der Safe gehabt hätten.

 

Die Handschellen klicken

 

Nach mehrwöchigen Ermittlungen sei die Festnahme von Silva schließlich in der Tiefgarage des Aria Casinos in Las Vegas erfolgt.

 

Dabei seien mehrere Casino-Chips im Wert von jeweils 25.000 US-Dollar sichergestellt worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um Esfandiaris Chips handeln könnte.

 

Dieser sagte nach der Festnahme, dass der Verlust der Wertgegenstände nicht das Schlimmste an dem Diebstahl sei. Ihn beschäftigten vor allem die Auswirkungen auf seinen Vater. Dass jemand so selbstsüchtig gegenüber seinem Vater sein könne, sei Esfandiaris wahrer Schmerz.

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