, 19.03.2020

Die australische Kommunikations- und Medienbehörde (ACMA) hat am Dienstag eine Betrugswarnung veröffentlicht. Australier werden darin aufgefordert, besonders auf verdächtige E-Mails und SMS von vermeintlichen Online-Glücksspiel-Anbietern zu achten, in denen kostenloses Guthaben, Freispiele, Kredite oder Boni angeboten würden.

 

Fiona Cameron von der ACMA [Seite auf Englisch] sagte, dass die Behörde eine Zunahme von Berichten über E-Mails und SMS Werbung festgestellt habe, die die Empfänger dazu verleiten sollten, Links zu folgen, die zu den Bonusangeboten führen sollten.

 

Anfang des Jahres seien mehr als 6.000 E-Mails und Kurznachrichten identifiziert worden, die meist vorgäben, von Online-Glücksspiel-Webseiten zu stammen. Am häufigsten seien das Roo Casino, Pokie Spins, Bonza Spins und das Syndicate Casino erwähnt worden.

 

In den Nachrichten sei den Nutzern ein vermeintlich attraktives Angebot unterbreitet worden. Allerdings gebe es keine Boni oder Ähnliches, mahnte die Medienbehörde. Die Menschen sollten sich davon nicht täuschen lassen, hieß es weiter in der Pressemitteilung.

 

Cameron warnte:

„Es gibt kein kostenloses Guthaben. […] Betrüger versuchen, persönliche Daten zu erhalten und Computerviren und Malware zu verbreiten. Wenn Sie eine dieser Nachrichten erhalten, löschen Sie sie und antworten Sie nicht oder klicken Sie auf keinen der Links.“

Betrug richtet sich an Menschen mit problematischem Spielverhalten

Cameron kommentierte weiter, dass insbesondere Menschen mit derartigen Nachrichten angesprochen werden sollten, denen es schwerfiele, ihr Spielverhalten zu kontrollieren.

Was steckt wirklich hinter den betrügerischen Angeboten?

 

Bei den sogenannten „Phishing-Expeditions“ gehe es vor allem um Identitätsdiebstahl oder darum, den Computer mit Malware zu infizieren. Aus diesem Grunde sei es wichtig, diese Nachrichten sofort zu löschen und auf keinen der darin enthaltenen Links zu klicken.

Die ACMA will nun ihre Bemühungen zur Reduzierung von Telekommunikationsbetrug weiter verschärfen. Gegen illegale Online-Glücksspielseiten geht die Behörde bereits vor. Internet-Provider sind dazu angehalten, den Zugang zu nicht legitimierten Webseiten zu unterbinden.

 

Weiterhin will die Behörde ihren im November 2019 veröffentlichten Aktionsplan [Seite auf Englisch] zur Bekämpfung von Betrug und Cyberangriffen verstärkt umsetzen.

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