Donnerstag, 29. September 2022

Bally Wulff unterstützt Automaten­aufsteller finanziell bei hohen Gewinn­auszahlungen

Spielautomat Spielautomaten-Hersteller Bally Wulff erstattet Aufstellern Teile hoher Gewinnauszahlungen (Quelle:pixabay.com/Aidan Howe)

Der Spielautomaten-Hersteller Bally Wulff beteiligt sich im Rahmen einer Aktion finanziell an Kosten, die Aufstellern durch hohe Gewinnauszahlungen entstehen. Die limitierte sogenannte Auszahl-Beteiligungs-Sicherheit (ABS) wurde Ende vergangenen Jahres eingeführt. Wie das Unternehmen gestern per Pressemitteilung bekanntgab, seien bereits mehrere Auszahlungsbeträge eingelöst worden. Die höchste Summe übergaben Konzernvertreter nun persönlich in Form eines Schecks an einen Kunden im niedersächsischen Quakenbrück.

Spielautomaten-Scheck geht nach Quakenbrück

Im letzten Oktober gab der in Berlin ansässige Spielautomaten-Hersteller Bally Wulff bekannt, anteilige Erstattungen bei besonders hohen Auszahlungen an seinen Geräten vorzunehmen.

In der Gastronomie beteiligt sich das Unternehmen zu 50 % an Einzelgewinnen oder Freispielserien, die 500 EUR übersteigen. In Spielstätten greift die „ABS“ bei Summen über 1.000 EUR zu 100 %, abzüglich einer Selbstbeteiligung von 1.000 EUR. Das limitierte Angebot greift beim Kauf bestimmter Spielpakete des Herstellers.

Das Unternehmen Bally Wulff wurde 1950 unter dem Namen Günter Wulff Apparatebau in Berlin gegründet. Unternehmensangaben zufolge habe sich der Namensgeber 500 DM geliehen, um im Berliner Westend mit der Produktion eines der ersten Spielautomaten der noch jungen Bundesrepublik zu beginnen. Beim „Totomat“ handelte es sich um ein mechanisches Geldspielgerät, dass der Hersteller aufgrund des zu dieser Zeit geltenden Glücksspielverbots als „Geschicklichkeitsspiel“ deklarierte. Der historische Spielautomat soll sich rund 6.000-mal verkauft haben.

In seiner Pressemitteilung gab Bally Wulff nun bekannt, die bislang höchste „ABS“-Auszahlung feierlich zelebriert zu haben. Bereits am 18. Februar habe Bally Wulff-Geschäftsführer Thomas Niehenke hierfür die Firma Olligesgeers Automaten in Quakenbrück aufgesucht.

Gemeinsam mit einem Vertriebsmitarbeiter habe er dem Spielhallenbetreiber Olligesgeers einen Scheck in Höhe von 1.620 EUR überreicht. Dieser zeigt sich im Statement begeistert von der Aktion. So habe er sich zwar nicht vorstellen können, sich jemals über einen hohen Gewinn zu freuen, faktisch sei aber genau dies nun der Fall. Die ABS, so der Aufsteller, sei in „dieser herausfordernden Zeit“ wirklich hilfreich.

Aktion kurbelt Bally Wulff-Geschäft an

Auch der Gerätehersteller zeigt sich zufrieden mit seiner Aktion. So sei die ABS bei den Aufstellunternehmern auf großen Anklang gestoßen. Bereits kurz nach der Markteinführung hätten viele Kunden mögliche Bedarfsfälle eingereicht. Geschäftsführer Niehenke erklärt hierzu:

Das hohe Interesse der Kunden an unserem neuen Produkt und die bisher sehr guten Absätze bestätigen uns darin, mit der Auszahl-Beteiligungs-Sicherheit ein wichtiges Instrument geschaffen zu haben, das unseren Kunden in bewegten Zeiten wie diesen, Sicherheit verspricht.

Gleichzeit weist der Konzernvertreter darauf hin, dass es sich bei der ABS um eine limitierte Aktion handele und „aktuell nur noch wenige Produkte verfügbar“ seien. Dem Anbieter zufolge gilt die ABS aktuell für „Geräteneulieferungen aller Spielpakete“ in bestimmten Spielautomaten des Herstellers.

Inwieweit sich die anteilige Erstattung hoher Gewinne und die Kosten der Neuanschaffung für die Aufsteller rechnen, ist nicht bekannt.