, 26.06.2020

Der Barstool Sports-Gründer David Portnoy behauptet, auf der Börsenplattform E*Trade gesperrt worden zu sein. Grund dafür seien seine kritischen Bemerkungen zu der Aktienhandelsplattform, die er in der Vergangenheit in sozialen Netzwerken geäußert habe, so der 43-Jährige.

 

Vor einiger Zeit habe er bei E*Trade ein Konto mit 3 Mio. USD eingerichtet, um auf der Plattform als Day Trader zu handeln. Daran sei er jedoch aufgrund wiederholter Ausfälle gehindert worden. Statt Gewinne zu machen, habe er wegen der technisch bedingten Störungen täglich 50.000 USD verloren.

 

Am Donnerstag machte Portnoy auf Twitter seinen Unmut kund:

E*Trade hat beschlossen, heute Morgen nicht zu arbeiten. Mein Kundenbetreuer ist im (…) Urlaub. E*Trade, das wird für nicht gut für euch enden.

Später legt der Barstool-Gründer in einem YouTube-Video nach und betonte, dass E*Trade einfach “nicht für Leute wie mich gemacht” sei. Zugleich erklärte er, dass die Handelsplattform wegen seiner wiederholten Kritik an ihrer Leistung eine “Vendetta” gegen ihn führe und sein Konto gekündigt habe.

 

Nur wenig Erfolg mit Aktien

Als Beweggrund für seinen Gang zu E*Trade hatte Portnoy zuvor die Covid-19-bedingte Absage der meisten Sportereignisse angegeben. Da das Sportwettenangebot sehr überschaubar geworden sei, habe er sich auf den Wertpapierhandel verlegt.

Portnoy ging mit seinem Nachrichtenportal Barstool Sports [Seite auf Englisch] im Jahr 2007 online. Während er auf der werbefinanzierten Webseite anfänglich über Fantasy Sports und andere Glücksspielthemen berichtete, baute er sie in der Zwischenzeit zu einer Lifestyle- und Wett-Plattform mit vielen Millionen Followern um. 2020 erwarb der Glücksspielkonzern Penn National Gaming 36 % von Barstool Sports und bezahlte den Eignern dafür 163 Mio. USD. Portnoys Anteil daran soll bei rund 100 Mio. USD gelegen haben.

In der Vergangenheit soll der Unternehmer auf dem Börsenparkett allerdings nicht immer ein gutes Gespür bewiesen haben. So habe Portnoy Medienberichten zufolge allein im April innerhalb weniger Tage bei missglückten Aktienspekulationen 647.000 USD verloren.

 

Die Börsenplattform äußerte sich bisher nicht zu der Kritik oder einer etwaigen Sperrung ihres prominenten Kunden.