, 29.02.2020

Heute Nachmittag geht es beim Saudi Cup [Seite auf Englisch] um den Sieg beim höchstdotierten Pferderennen des Jahres. Dann kämpfen in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad je 14 der weltbesten Pferde und Jockeys um ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 20 Mio. US-Dollar.

 

Allein der Sieger des auf einer Strecke von 1.800 Metern ausgetragenen Saudi Cups darf neben der Trophäe einen Scheck über 10 Mio. US-Dollar entgegennehmen, und auch der Zweitplatzierte wird mit fürstlichen 3,5 Mio. US-Dollar entlohnt.

 

Die Veranstalter des Jockey Clubs of Saudi Arabia haben die hohen Preisgelder ausgelobt, um das Rennen zu einem der Top-Events im internationalen Pferderennsport zu machen.

 

So sagte Tom Ryan, Strategie-Direktor des Clubs:

Wir unternehmen erste Schritte, um den nationalen Rennsport auf das Niveau des internationalen Rennsports zu bringen.

US-Starter favorisiert

Das Geläuf der Rennbahn besteht aus Sand, was US-amerikanische und arabische Pferde bevorzugen, deren Rennen traditionell auf diesem Boden ausgetragen werden. Starter aus Europa, wo die Rennen vorzugsweise auf Rasen veranstaltet werden, gehen deshalb nicht an den Start.

Im Vorfeld des Saudi Cups findet eine Reihe weiterer Rennen statt. Dabei treten in diesem Jahr erstmals auch weibliche Jockeys an. In einem gemeinsamen Rennen messen sich sieben von ihnen mit ihren männlichen Pendants, was ein absolutes Novum im erzkonservativen Saudi-Arabien ist.

Zu den Top-Favoriten zählen in diesem Jahr mit Maximum Security und McKinzie zwei Pferde aus den USA. Ihre Quoten liegen bei 1:3,0 (Maximum Security) und 1:3,3 (Mckenzie). Auf den Plätzen folgen weitere Starter aus Kuwait, den USA, Saudi-Arabien und Japan.

 

Maximum Security zählt seit Jahren zu den absoluten Spitzenpferden im Pferde-Rennzirkus. Unter anderem gewann der Hengst 2019 das prestigeträchtige Kentucky Derby. Der Sieg wurde jedoch später aberkannt, da sein Jockey während des Rennens zu unfairen Mitteln gegriffen und andere Starter auf der Bahn ausgebremst hatte.

 

Trotz des aberkannten Titels weist das Pferd eine beeindruckende Bilanz auf: Bei sieben seiner letzten neun Rennen ging es als erstes durchs Ziel und brachte den Besitzern so 1,8 Mio. US-Dollar ein.

 

Heute Nachmittag wird sich herausstellen, ob der Favorit vor schätzungsweise 10.000 Zuschauern einen erneuten Sieg einfahren oder ob stattdessen vielleicht einer der Außenseiter die millionenschwere Siegprämie gewinnen kann.