, 02.11.2020

Casinos, Spielhallen und Wettbüros in Belgien sind seit Sonntagabend erneut vorübergehend geschlossen. Wie der belgische Premierminister Alexander De Croo am Freitag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben hat, erfolgten die Zwangsschließungen im Rahmen eines neuen landesweiten Lockdowns.

 

Gesundheitssystem unterstützen

 

Hintergrund der Maßnahmen seien die Bemühungen, den belgischen Gesundheitssektor angesichts erneut rapide gestiegener Corona-Neuinfektionen zu schützen, so De Croo auf der Pressekonferenz [Video auf Niederländisch, Französisch und Deutsch]:

Unser Land befindet sich in einem Gesundheitsnotstand. Der Druck ist immens (…). Im Moment gibt es nur eine Wahl, und das ist für uns alle, unseren Gesundheitssektor so weit wie möglich zu unterstützen. Wir müssen unsere physischen Kontakte so weit wie möglich einschränken. (…) Wir kehren in einen strengen Lockdown zurück, der nur einen Zweck hat: sicherzustellen, dass unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht.

Neben Casinos und Spielhallen betreffe der Lockdown alle Bars und Restaurants, alle nicht essenziellen Geschäfte sowie Dienstleistungen mit engem Kundenkontakt. Auch die Schulen des Landes sollen zwei Wochen lang geschlossen bleiben.

 

Die neuen Maßnahmen sollen bis zum 13. Dezember gelten. Am 1. Dezember soll eine Zwischeneinschätzung der Situation stattfinden.

Die Entscheidung erfolgte, nachdem die belgische Regierung erst eine Woche zuvor neue Einschränkungen für Glücksspiel-Etablissements beschlossen hatte. Diese hatten eine abendliche Sperrstunde ab 23:30 Uhr in Flandern sowie ab 21:30 Uhr in Wallonien vorgesehen. Für die Hauptstadtregion Brüssel war bereits eine Zwangsschließung der Casinos, Spielhallen und Wettbüros beschlossen worden. Für Glücksspiel-Einrichtungen, die tagsüber geöffnet bleiben durften, waren zudem strenge Sicherheitsauflagen erlassen worden.

Der neue landesweite Lockdown ist der zweite, den die belgische Regierung infolge der Corona-Pandemie beschlossen hat. Zuletzt hatte das Land das öffentliche Leben im März heruntergefahren. Im Juni waren die Wettbüros des Landes wiedereröffnet worden. Im Juli durften auch Casinos und Spielhallen neustarten.

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