, 10.03.2020

Betfred Besitzer Fred Done vergrößert sein Engagement auf dem internationalen Sportwettenmarkt. Wie die britische Tageszeitung The Times berichtet, habe der Milliardär 3,03 % der Anteile des rivalisierenden Buchmachers William Hill gekauft.

 

Done ist einer der reichsten Glücksspielunternehmer Großbritanniens und gründete Betfred zusammen mit seinem Bruder Peter im Jahre 1967. Laut der UK Gambling Commission habe der Konzern mit seinen Wettbüros zwischen 2017 und 2018 rund 20 % der Marktanteile im Sportwettensegment besessen.

Ein Mann für innovative Investments?

In der Doppelrolle als Konzernvorsitzender und CEO hat Fred Done Betfred über Jahrzehnte zu einem der umsatzstärksten Sportwettenanbieter im Vereinigten Königreich gemacht. Wie sich kürzlich zeigte, ist Done aber stets auf der Suche nach neuen Investitionsfeldern. Im Dezember hatte der 77-Jährige in das junge E-Sport-Newsportal GGIntel investiert (Link auf Englisch) und damit sein Bekenntnis für neue Anlagen bekräftigt.

Ein Blick über den großen Teich

 

Dass Done gerade zu diesem Zeitpunkt Anteile am Konkurrenten William Hill kauft, ist kein Zufall. Seit der Legalisierung von Sportwetten in den USA im Jahre 2018 hat der europäische Glücksspiel-Konzern große Investitionen in den neuen Markt getätigt.

 

Durch Partnerschaften mit Casinos und Sportmannschaften erwarb William Hill in zahlreichen US-Staaten das Recht zum Angebot von Sportwetten und die Möglichkeit, das eigene Wettportfolio werbewirksam zu präsentieren.

 

Dieser Umstand blieb anscheinend auch Done nicht verborgen, dessen Unternehmen in den vergangenen Monaten wirtschaftlich unter der Einführung neuer Einsatzlimits an Fixed-odds-betting-terminals (FOBTs) in Großbritannien zu leiden hatte.

 

Im Zuge des Ankaufs von insgesamt 874.189.537 William Hill-Aktien sagte Fred Done:

„Ich habe William Hill-Anteile gekauft, weil sie massiv unterbewertet sind und sie meiner Meinung nach, wenn es um die USA geht, Spitzenreiter sind.“

Zu dieser Einschätzung waren zuvor bereits die Analysten der Investmentbank Jefferies gekommen. Nach einem im Februar angekündigten Deal zwischen dem US-Sender CBS Sports und William Hill prognostizierten die Finanzexperten eine Erhöhung des damaligen Aktienwertes von 1,81 GBP (ca. 2,08 Euro) auf bis zu 4 GBP (ca. 4,50 Euro).

 

Aufgrund der derzeitigen Krise an den weltweiten Finanzmärkten konnte sich diese Vorhersage allerdings noch nicht materialisieren. Mit der zunehmenden Sorge der Anleger um die Ausbreitung des Coronavirus ist die William Hill-Aktie lediglich mit einem Wert von 1,51 Euro in den heutigen Handelstag gestartet.

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