Montag, 03. Oktober 2022

BILD-Zeitung und BetVictor gründen Online-Sportwetten-Portal BildBet

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Die bekannte deutsche Boulevard-Zeitung BILD will in Kooperation mit dem englischen Unternehmen BetVictor ein Sportwetten-Portal gründen. Wie der Axel-Springer-Verlag am Donnerstag in einer Presseerklärung mitgeteilt hat, soll die Online-Plattform „BildBet“ heißen und noch im Dezember dieses Jahres in Deutschland verfügbar sein.

Der britische Traditionsbuchmacher BetVictor war eines der ersten Sportwetten-Unternehmen, das am 9. Oktober vom Regierungspräsidium Darmstadt eine der 15 Konzessionen für das Betreiben einer Sportwetten-Webseite in Deutschland erhalten hatte.

Der Axel-Springer-Verlag holte sich BetVictor anschließend ins Boot, um mithilfe einer strategischen Markenkooperation eine neue Marke auf dem deutschen Markt zu etablieren.

In der Pressemitteilung heißt es:

BILD steht für einzigartige Sportberichterstattung und echte Sportbegeisterung, die durch die Kooperation mit BetVictor um ein attraktives und verbraucherfreundliches Wettangebot erweitert werden soll.

Weitere bekannte Unternehmen, die auf dem deutschen Sportwetten-Markt mitmischen und mit der neuen Marke BildBet konkurrieren werden, sind Tipwin Ltd., GVC Holdings sowie die Gauselmann Gruppe mit ihrem Tochterunternehmen Cashpoint Malta Ltd.

Win-win-Situation: Zwei starke Marken kämpfen vereint um den deutschen Sportwetten-Markt

Die BILD-Zeitung gehört zu den bekanntesten Print-Medien in Deutschland. Bei der Berichterstattung zu aktuellen Sport-Themen erreicht Sportwetten-BILD ein breites Publikum.

Ebenso bekannt unter deutschen Sportwetten-Fans ist das Sportwetten-Label BetVictor. Darüber hinaus bringt der Buchmacher die notwendige Technologie sowie das Wissen mit, um ein Online-Sportwetten-Angebot aufzubauen.

Die Kombination der Reichweite der BILD-Zeitung in Deutschland mit dem Knowhow von BetVictor dürfte einen guten Rahmen für den Aufbau einer neuen Marke bieten.

BetVictor: Über sieben Jahrzehnte im Sportwetten-Geschäft

BetVictor wurde 1946 vom Engländer Victor Chandler gegründet. Insbesondere in den 80er und 90er Jahren akzeptierte der Buchmacher ungewöhnlich hohe Wetteinsätze, was ihm damals den Beinamen „King of the High Rollers“ einbrachte. Dennoch war das Unternehmen stets auf seine makellose Reputation bedacht und gilt daher als „Gentleman“ unter den Buchmachern.

Das Unternehmen war in der Hand der Familie Chandler bis in die dritte Generation, bis Victor Chandler Jr. es 2014 an den britischen Geschäftsmann Michael Barry Tabor verkaufte.

Heute ist BetVictor in 160 Ländern aktiv, besitzt Lizenzen in Malta, Gibraltar, Irland, Großbritannien, auf der Isle of Man und jetzt auch in Deutschland und beschäftigt weltweit knapp 600 Angestellte.

Zunächst dürfte BildBet sich verstärkt auf den deutschen Markt konzentrieren. Doch BetVictor ist ein internationales Unternehmen. Daher dürfte es nicht unwahrscheinlich sein, wenn der Axel-Springer-Verlag eines Tages auch ausländische Märkte bedient.