, 18.04.2020

Der deutsche Automobilkonzern BMW hat am Donnerstag per Pressemitteilung seine neuesten Partnerschaften mit fünf weltbekannten E-Sport-Organisationen bekannt gemacht.

 

Die künftigen Kooperationen mit Cloud 9 (USA), Fnatic (Großbritannien), Funplus Phoenix (Kanada), G2 (Deutschland) und T1 (Korea) sollen dabei über ein gewöhnliches Sponsoring-Verhältnis hinausgehen und BWM zu einem langfristig orientierten „Big Player“ im E-Sport machen.

 

Unter den Mottos „United in Rivalry“ [in Rivalität vereint] und „United at Home“ [zu Hause vereint] werden mehr als 1.000 professionelle E-Sportler künftig von BMW gefördert.

 

Die Mottos sollen insbesondere im Social-Media-Marketing zum Einsatz kommen und von E-Sportlern als Hashtag in Posts angefügt werden. Dadurch solle sowohl der Teamgeist geweckt als auch der faire Wettbewerb gefördert werden.

 

Laut Jens Thiemer, dem Leiter der Markenführung bei BMW, sei der E-Sport ein wichtiges Zukunftsfeld für das Unternehmen. Die aktuelle Krisensituation verdeutliche den Trend umso mehr.

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Auch die fünf Vertragspartner zeigten sich in ihren jeweiligen Statements hocherfreut über die neue Kooperation. Die E-Sport-Organisationen gehen allesamt davon aus, langfristig auf allen Ebenen von der Partnerschaft zu profitieren.

 

Teamfahrzeuge und Schulungsangebote

Die Zusammenarbeit zwischen BMW und den E-Sport-Teams sei insgesamt sehr weitreichend und beschränke sich nicht auf ein finanzielles Sponsoring. So werde der Konzern allen Teams auch eigene Teamfahrzeuge zur Verfügung stellen.

 

Die Autos sollen auffällig foliert und im Design für jedes Team maßgeschneidert werden. Das umschließe die Logos der Organisationen sowie Teameigene Comic-Elemente, die den jeweiligen E-Sport repräsentieren. Bei einigen Teams könnten daher vor allem Motive aus League of Legends (LOL) verwendet werden.

Der 2009 von Riot Games entwickelte Multiplayer Online Battle Arena (MOBA) League of Legends ist innerhalb der fünf E-Sportorganisation das wichtigste und meist gespielte Spiel. Schätzungen zufolge spielten im Jahr 2019 insgesamt 115 Mio. Menschen das Spiel. Das Finale der League of Legends World Championship 2019 wurde weltweit von 44 Millionen Zuschauern per Streaming verfolgt.

BMW wolle des Weiteren auch seine Software- und Hardware-Expertise mit den E-Sport-Teams teilen. BMWs Ingenieure und Designer sollen dafür künftig beratend und aktiv zur Seite stehen, um Produkte zu entwickeln, die „perfekt auf die Bedürfnisse der Gamer abgestimmt“ seien.